Allgemein

Die Leber- unsere wichtigste Biochemiefabrik

Die Leber wächst mit ihren Aufgaben“, sagt man doch so schön zutreffend. In der Tat hat sie einiges an Aufgaben zu bewerkstelligen. Werfen wir doch zuerst mal einen Blick auf diese Aufgaben; anschliessend erzähle ich Ihnen gerne mehr über die anderen Aspekte der Leber und die traditionell-naturheilkundliche Sicht dazu. Auch wenn es trocken wirkt, lohnt es sich mal einen Blick darauf zu werfen:

  • Cholesterinsynthese, die Synthese von körpereigenen Fetten (-> aus Fettsäuren+Glukose. Wir brauchen definitiv den Zucker! Aber ich muss Ihnen die Illusion nehmen, dass dafür unbedingt der raffinierte Zucker notwendig ist! Ein gesunder Stoffwechsel kann sich den nötigen Zucker aus einer ausgewogenen Ernährung selbst herausholen. Ein gesunder Darm kann das ganz alleine). (In die passende Transportform werden die Fette über Darmzellen gebracht; damit sie über Lymphe oder Blut besser transportiert und in Zellen aufgenommen werden kann)

-> Bitte beachten Sie: Cholesterin ist ein wichtiger Grundbaustein für sämtliche Hormone, Vit. D und wichtiger Zellbestandteil. Deswegen haben essgestörte Frauen (vor allem bei Magersucht) teilweise Hormonwerte von einer 80 Jährigen!

  • Die Umwandlung von Vitamin D in die Speicher- und Transportform.
  • Speicherung von Glukose in Form von Glykogen. (Das Hormon Glukagon-> Freisetzung von Glukose. Das Hormon Insulin-> Aufnahme von Glukose. Je nach Sachlage steuern diese beiden Hormone unseren Zuckerhaushalt)
  • Die Synthese wichtiger Proteine.(zB Abwehrproteine, Blutkörperchen uvm. Proteine sind alles!)
  • Wichtig für die Eisenspeicherung und Freisetzung von Eisen.

(Bild: Canva Design/Hank Grebe; Getty Images)

Erkennen sie jetzt , warum es wichtig ist, in jeder Lebenssituation auf die Leber zu achten?

Nun zur abendländischen Sicht…


Die Leber ist nicht nur die wichtigste Alchemist*In unseres Körpers, sondern sie ist auch ein Wahrzeichen für Erweiterung, Wachstum, alte Ufer verlassen und auf Neue zusteuern.
Alchimisten sind sogenannte „Umwandler“. So wandelt neben Magen und Nieren auch die Leber Stoffe um in Bausteine oder baut nicht mehr benötigte Bausteine wieder ab und macht sie „ausscheidungfähig„. (Auf dem Bild sehen Sie einen richtigen, altertümlichen Alchemisten.)
Laut der alten Heilkunde liefert die Leber dem Herzen (die Sonne)  und auch den Augen (ebenfalls durch das Sonnenprinzip verkörpert)  Energie. Auf seelischer Ebene hat sie mit Abgrenzung, zu sich stehen , NEIN sagen zu tun. Sie ist das Organ der natürlichen Autorität, die Sie haben ohne Macht oder Gewalt ausüben zu müssen. Sie spielt eine Rolle in der Findung der gesunden Mitte. 
Sie ist auch wesentlich beim Thema Wut, Ärger und Aggression. Wut und Aggression werden oft als schlecht hingestellt. Sie können, wenn wir sie gekonnt kanalisieren, unser Wachstum und unsere Entwicklung fördern. Uns neue Chancen öffnen. Wenn wir sie nicht gekonnt kanalisieren, versackt es , zerstört uns selbst.
Gleichzeitig hat die Leber auch mit  Depression  und Lethargie zu tun. Hier wäre eine Stärkung , Aktivierung angesagt. (doch Vorsicht bei lange andauernden endogenen Depressionen! Unbedingt abklären)
Doch es ist manchmal etwas komplexer; denn sie steht auch-neben der Gallenblase, in enger Verbindung zur Milz.
Diese beiden befinden sich sogar im regen Austausch. Organisch gesehen ist die Milz ein für die Abwehr wichtiges Organ. Sie baut alte Blutkörperchen ab und sorgt für Druckausgleich im Bauchraum. Die Leber wird mit Blut versorgt. Auch die Magensäure wird aktiviert. Die Milz ist ja auch dasjenige Organ welches das saturnale Prinzip verkörpert, die Melancholie…(Die Leber hingegen steht im Zeichen des Jupiter. Unsere Organe kann man fast wie in einem Planetensystem einorden)

(Bild: Canva Design/Aluxum; Getty Images)

Der Schmerz der Leber ist die Müdigkeit. Besonders wenn sie nachts zwischen 01.00 und 03.00h aufwachen ist an die Leber zu denken.

Die Belastung, mit der unser wichtigster Alchimist zu kämpfen hat , nimmt heute Ausmaße an, die wir uns schon nicht mehr vorstellen können. Ein großer Teil der Menschen zB ist nie wirklich hungrig.
Auch Gesundes kann für die Leber zu viel werden. Drum ist es so wichtig sie einfach mal zur Ruhe kommen zu lassen. Die Leber braucht auch Ruhephasen.
Lassen sie mal ihren Verdauungapparat so weit in Ruhe bis sie wirklichen Hunger verspüren.
Lassen sie sich wirklich mal darauf ein; Sie werden merken wie gut es ihnen tun wird und wie klar sie im Kopf werden.
Mehr Bitterstoffe sind auf jeden Fall förderlich.

Bedenken Sie, dass der beste Schutz für Sie und Ihre Gesundheit, die Senkung der Insulinresistenz ist. Auch vor neurodegenerativen Erkrankungen wie zB Alzheimer, Parkinson.

Es gibt sehr wirkungsvolle Verfahren, die ich auch in meiner Praxistätigkeit anwende, um zB ein überlastetes Leber-Galle-System zu entlasten oder zu stärken. Auch die Emotionen können wir uns ansehen, indem wir Ihre Konstitution und Ihr Temperament dazu bestimmen.

(Bild: Canva Design/Natalie_Mis; Getty Images)

Bei Fragen stehe ich ihnen gerne zur Verfügung

Herzlichst

Öznur Acar

(Quellen:https://www.medizin-kompakt.de/fettstoffwechsel-der-leber
https://flexikon.doccheck.com/de/Leber
https://www.fettlebercoach.de/fettleber/allgemeines-zur-leber/der-zuckerstoffwechsel-und-die-leber/
https://kompetenz-statt-demenz.dsgip.de/was-ist-demenz/ursachen/insulinresistenz/
(Beitragsbild: Canva Design/ Science Photo library)

Allgemein

Tee und der Lärm der Zeit

Tee und der Lärm der Zeit



Was haben Tee und Lärm miteinander zu tun?
Sehr viel sogar. Allein schon das Zubereiten, das Abseien des Sudes , das Einschenken in Tassen bindet uns in ein regelmässiges Ritual ein welches uns wieder in unsere Mitte bringt.
Im alten Asien war es – ist es immer noch – ein wichtiges Mittel für Rituale, Treffen, Basis für gute , fruchtende Gespräche und vieles mehr.

„Abend bricht ein,
unter dem Teestrauch
such ich mein Bett
und bin über Nacht
bei den Blüten zu Gast.“

~Date Chihiro, JAPAN

In der Türkei gibt es immer mindestens Bewirtung von Gästen mit Schwarztee welches wie „Kaninchenblut“ aussieht. Zu einer tiefen guten Unterhaltung gehört ein guter Schwarztee dazu. Am besten mehrere Kannen. Lassen wir die Tatsache mal beiseite dass ja Schwarztee eher unrelevant ist, was heilkundliche Wirkungen anbelangt. Aber das Ritual an sich ist schon bemerkenswert in seiner verbindenden Wirkung.
Teetrinken hat unterschiedliche Formen; von der Heilwirkung bis zu religiösen Zeremonien reicht die Palette.


Doch nun zu den arzneilichen Qualitäten der  Tees. In meiner Praxistätigkeit haben Teemischungen eine sehr wichtige Rolle. Erstens weil es sich positiv auf den Flüssigkeitshaushalt auswirkt und zweitens wird der Mensch mit eingebunden und beteiligt sich aktiv an der Mitgestaltung des Therapiekonzeptes. Ich bin überzeugt dass Pflanzen ein Wesen, eine Essenz haben, die sich auch in getrockneter Form als Idee festsetzt. Die „Idee der Wirkung“ wird eingespeichert durch die schonende Trocknung  und entfaltet sich im Wasser womit man es übergießt wieder.
Daher ist ein achtsamer Umgang mit einem potentiellen Heilmittel mindestens so wichtig wie die Inhaltstoffe selbst.
Darum kann ich ihnen anraten:
Nehmen sie sich die Zeit und erschaffen sie sich ein Ritual und somit einen gewissen „Raum der Magnifizenz“, in dem sie weder der Stress noch die harten Anforderungen der Gesellschaft und der Arbeitswelt einholen können. Geben sie sich Zeit für eine Heilung. Denn Heilung geschieht von innen nach aussen.
Abschliessend noch eine kleine Teemischung zur Beruhigung:

-Lavendelblüten
-Passionsblume
-Schafgarbe
-Johanniskraut
-Rosenblätter
-Melissenblätter

zu gleichen Teilen mischen lassen, 3-5 Tassen pro Tag und pro Tasse einen gehäuften Teelöffel. Kann auch gerne mit Honig oder Ahornsirup gesüßt werden.

Bei Fragen zu gewissen Themen und Möglichkeiten berate ich sie gerne und freue mich auf einen Kontakt ihrerseits.
Herzlichst

Öznur Acar

(Bilder: Pixabay, Titelbild: Canva)

Allgemein, Türkische Beiträge

Individuelle Ernährung und Behandlung je nach Konstitution

Als Einstieg ein passendes Gedicht von Goethe:

Wer sie nicht kennte,
Die Elemente,
Ihre Kraft
Und Eigenschaft,
Wäre kein Meister
 Über die Geister“

~aus Johann Wolfgang v. Goethes Faust

Ich kann mich noch gut an mein Pharmaziestudium erinnern; wie unser Pharmakologe uns die Humoralpathologielehre– auch Vier-Säfte-Lehre genannt- vorstellte , wir alle leicht amüsiert waren. Als ich Jahre später selber mich mit alter Heilkunde befasste, begegnete mir die Vier-Säfte-Lehre wieder. Diesmal war ich vorerst weiterhin skeptisch aber danach eher sehr neugierig und verblüfft. Ich probierte es an mir selbst aus.
Es soll natürlich jegliches Ernährungs-Dogma gemieden werden und es soll schmackhaft sein , Freude machen, mehr Vitalität und Lebendigkeit erzeugen.
Vielleicht erkennen Sie ja in den unterschiedlichen Temperamenten irgendwo sich selbst!

Nun aber zur Humoralpathologielehre-bzw Vier-Säfte-Lehre:

Zurückzuführen ist sie auf den berühmten antiken Arzt Hippokrates.

Laut dieser Lehre gibt es 4 wichtige Säfte im Körper, sogenannte Humores.  Es ist so, dass je nachdem welcher Saft überwiegt und welches Prinzip, das entsprechende Temperament daraus entsteht. Jeder kennt die Bezeichnung Choleriker, oder man sagt auch „er/sie ist heute so phlegmatisch“. All diese Bezeichnungen stammen aus dieser Lehre.

Ein ganzheitlich gesunder, ausgeglichener Zustand wird erreicht durch ein gutes Gleichgewicht der vier Säfte!

Wichtige diagnostische Methode ist die abendländische Pulstastung.
►Wie ist der Puls in den Qualitäten Wärme oder Kälte, Feuchte oder eher Trockenheit? ►Ist er stark oder schwach, weich oder hart?
►Ist er leicht „wegdrückbar“?
►Ist er eher voll und weich?
Der Puls ist für jedes Temperament eher unterschiedlich zu werten (gemeint ist der Vergleich zum gesunden Zustand)

Nun zu den vier Säften und deren Wirkprinzipien:

SANGUIS

Sanguis bedeutet Blut. Blut ist warm und feucht. Das dazugehörige Element ist Luft.  Schwerpunktmässiges Organ ist das Herz. Wir reden hier vom sanguinischen Temperament-bzw solche Menschen bezeichnen wir als Sanguiniker/In. Entsprechend sind auch von diesem Humor geprägte Menschen. Sie sind sehr kommunikativ, offen, machen sich überall sofort beliebt, strotzen vor Ideen , sind sehr abenteuerfreudig. Sie sind sehr flexibel , schnell in der Auffassungsgabe. Abwechslungen, Veränderungen sind ein Muß. Der Künstlertyp, der sich auf keinen Fall irgendwo einordnen lässt. Sie sind eher gefühlsgesteuert.

►Ein überschüssiges Sanguis Prinzip kann einhergehen mit zB die ganzen Fülle Erkrankungen wie Bluthochdruck, Übergewicht, aber auch die Neigung zu Entzündungen . Auch bei diesem Temperament kann, wenn der Füllezustand überwiegt Krebs entstehen (mit einfachen Worten „zu viel an Zellen, übermässige Teilung“). Seelisch neigen diese Personen sehr dazu , Projekte oder Aufgaben oder Ziele nicht fertigzubringen-bzw nicht richtig anzusteuern, da sie schon wieder von einer Sache zur Anderen springen. Manchmal kann man auch eine gewisse Neigung zu Sucht-Themen und auch zu vielem, ausgiebigem Feiern erkennen. In diesem Falle müssen wir das Überschüssige ausgleichen. Das kann man gut , indem man die anderen Prinzipien etwas mehr stärkt. Zum Beispiel etwas mehr Erdung und stellenweise Kühlung. Aber auch Feuer kann hilfreich sein, wenn das Luft Prinzip gar so sehr im Überschuß ist.
Wenn man den Puls von sanguinischen Menschen fühlt erkennt man dass er kräftig,  voll  und schnell ist, aber eher weiche Spitzen hat. Es ist ein „warmer“ Puls. 

Kinder sind vom Wesen her eher sanguinisch geprägt. Sie knüpfen sofort Kontakte und sind frei von Vorurteilen , die wir Erwachsene oft hegen. Hier könnten wir dazulernen und etwas mehr kindlicher werden. Körperlich haben Kinder viel Phlegma, also das nährende Prinzip; was ja auch in dieser Phase wichtig ist!

PHLEGMA

Phlegma ist Schleim. Schleim ist kalt und trocken. Das dazugehörige Element ist Wasser. Wichtiges repräsentatives Organ ist das Gehirn.Die Lebenskraft ist hier sehr präsent. Hier geht es um das phlegmatische Temperament . Und von diesem Temperament geprägte Menschen bezeichnen wir als Phlegmatiker/In. Der klassische Phlegmatiker agiert langsam, obwohl er keineswegs dumm ist. Im Gegenteil! Dafür hat er eine ausgeprägte Neigung zum Geniessen , ist ein ausgesprochener Ästhet und die heutige Leistungsgesellschaft überfordert ihn eher. Vom Wesen her ist er eher introvertiert, kann Impulse von aussen gut aufnehmen.Tätigkeiten mit denen er beginnt bewältigt er sehr akkurat.Er besitzt auch viel Lebenskraft. Der Puls ist ebefalls recht voll, jedoch eher schwach, leicht wegdrückbar und eher von kalter Natur.
Ein Wasserelement im Überschuß kann aber auch Nachteile mit sich bringen.

►Auf körperlicher Ebene begegnen uns Probleme wie Übergewicht, Schilddrüsenunterfunktion, Blutarmut (weil das Blut „verwässert“),Verschleimungen der Atemwege (Schleimbildung stark ausgeprägt). Trägheit des Verdauungstraktes (der dafür notwendige Tonus fehlt im Verdauungstrakt), Verschlackung des Bindegewebes.
Persönlich sind Menschen mit Wasserüberschuss sehr träge und unentschlossen, was auch Nachteile mit sich bringen kann im Alltag.
Hier ist etwas mehr Feuer – bzw mehr Grundwärme im Körper- angesagt! 

Babys und Kinder sind vom Grundtemperament her phlegmatisch. Da sie wachsen müssen brauchen sie die nährenden Säfte. Wann auch immer ein Kind mit Erkrankungen zu tun hat, die eher von gelbgalligen Schärfen verursacht werden wie zB Ulcera, sollte man genauer hinschauen, denn sowas ist eher ungewöhnlich. (Ich hatte so einen Praxisfall!)

XANTHE-CHOLE

Xanthe-Chole ist Gelbgalle. Gelbgalle ist warm und trocken. Das dazugehörige Element ist das Feuer. Wichtiges repräsentatives Organ als Prinzip ist die Leber; .Die entsprechend geprägte Menschentype nennt sich Choleriker/In. Am Wesen dieser Menschen erkennt man das Feuer. Auf dem ersten Blick ist es nicht schlimm cholerisch zu sein. Es ist halt das Temperament, welches angeboren ist und der entsprechende Saft der überwiegt! Nur wenn es im Überschuß ist, dann tauchen die Probleme auf. Nichts ist ihnen dann schnell genug und wenn sie es nicht selbst gemacht haben ist auch nichts wirklich gemacht. Warteschlangen werden zur Qual. Einen solchen Chef oder auch Kollegen/In wünscht man niemandem wirklich. Um morgens einen pathologisch-cholerischen Chef ansprechen zu können muss man erst einmal warten dass er zB seine Zigarette zum schwarzen Kaffee zu Ende geraucht hat. Denn er muss erstmal runterkommen.
Choleriker/Innen sind sehr scharfsinnig und haben einen gut ausgeprägten Intellekt. Sie verlieren sich in Arbeit und können damit auch nicht wirklich aufhören. Beispielsweise der klassische Managertyp, der leisten, leisten , leisten muss.
Das Feuer ist im Prinzip ein förderliches Element. Es fördert den Intellekt und die Intuition.

Das wertvolle königliche Feuer ist unerlässlich. Und es kann wirklich sehr positiv genutzt werden.Jedoch im Überschuß kann es eben eher die Stufe des gemächlichen Durchgarens und Reifung von Prozessen , persönlichen Entwicklungsstufen überspringen und eher verkohlen statt entfalten lassen. Das Martialische überwiegt.

Der Puls dieser Menschen ist oft recht stark, mit starken Spitzen, hart, gespannt und von warmer Natur.

►Typische Erkrankungen  für Feuerüberschuß :
 Leber/Galle Erkrankungen und alles was den Verdauungstrakt anbelangt. Auch Herzerkrankungen wie Infarkte . Durch den übertriebenen Drang zu Bewegung gerne auch Risse, Degenerationen in Knochen, Sehnen, Muskeln.Entzündungen. Hautprobleme mit Juckreiz (die gelbgalligen Schärfen! ) Im fortgeschrittenen Alter  Karzinome . 
In jungen Jahren könne diese Menschen alles gut wegstecken, jedoch im Alter kann die Leber überfordert werden vor lauter Feuer und Asche. Sie neigen zu Melancholie im Alter, da die Schwarzgallen allmählich überwiegen. Persönlich können sie sehr unangenehm werden und ihren Mitmenschen unter Umständen das Leben schwer machen wie zB durch Mobbing  und  Gehässigkeit.
Hier brauchen wir mehr Phlegma/Wasser. 

Melan-chole

Melan-Chole ist Schwarzgalle. Schwarzgalle ist kalt und trocken. Das dazugehörige Element ist die Erde. Das repräsentative Organ als Prinzip ist die Milz. , die Strukturkraft. .Entsprechend geprägte Menschen nennen wir Melancholiker/In. Eigentlich ist es eine Eigenschaft des fortgeschrittenen Alters. Jedoch kann es in Ausnahmefällen auch bereist jüngere Menschen betreffen. Melancholiker sind sehr introvertiert und isolieren sich gern. Sie neigen sehr zum Grüblerischen und zur Schwarzmalerei. Verletzungen verarbeiten sie sehr langsam und vergessen es auch nicht mehr so schnell. Sie sind ewig gestrig, Neuigkeiten gegenüber eher verschlossen. In allen Lebensbereichen sieht man eine gewisse Starre.Während der Sanguiniker sich von einem Abenteuer ins Andere stürzt, verharrt der Melancholiker eher in dem was er bereits kennt. Allerdings sind die meisten Komponisten, Künstler, Dichter von der Melancholie geprägt. Gäbe es nicht die Melancholiker, gäbe es den Feinsinn nicht. So hat auch dieser Aspekt seinen wichtigen Platz! Nur wenn es eben im Überschuss ist kann es pathologisch werden; so wie es bei jedem Element der Fall ist.

►Typische Krankheiten sind Krebs und alle bösartigen Entartungen, Reaktionsstarren jeglicher Art. Herzinsuffizienzen (fehlende Lebenskraft, die ja von der Leber ausgeht)  Ein Melancholiker kann ein schwieriger Patient sein, da er grundsätzlich langsam reagiert und er muss auch viel Geduld mit sich selbst haben.Der Puls dieser Menschen ist  schwach, wenige Spitzen, leer und langsam kaum wahrnehmbar und wegdrückbar Eher oberflächlich. Was ein Hinweis auf zu wenig Lebenskraft ist.
Hier brauchen wir auf jeden Fall Feuchte, also Wasser. Nur müssen wir das vorherrschende Erdelement bischen vorbearbeiten damit das Wasser aufgenommen werden kann. Und Feuer , also Wärme. Lebenswärme und Luft .

Ernährungshinweise und naturheilkundliche Mittel für die Temperamente

Sanguiniker:

Bei Sanguinikern mit überwiegendem Luftelement  ist es wichtig dass die Reizüberflutung und die Möglichkeiten zur Ablenkung ausgeschaltet werden. Er braucht auf jedenfall Erdung und aber auch Feuer für die gezielte Intuition.
Ernährungstechnisch wären hier als erdende Nahrungsmittel Wurzelgemüse ganz gut geeignet. Grundsätzlich sollten betroffene Menschen einfach weniger essen. Weniger rotes Fleisch und Wurst, da das Blut ohnehin zur Verdickung neigt. Ansonsten macht es grundsätzlich keinen Sinn Verbote zu erlegen. Sie sollten nur maßvoll sein und weniger Reiz und Genussmittel konsumieren. Menschen die einwenig erden , würden solchen Menschen auch guttun. Gegensätze ergänzen sich unter Umständen sehr gut. Jedenfalls brauchen Sanguiniker sehr viel Luft! Bewegung an der Luft zB. Sonst kompensieren sie den Mangel an Luft durch das Überkonsumieren von Nahrungsmittel und Reizmitteln.

Naturheilkunde: 
-Nervenberuhigende Arzneien wie Baldrian, Hafer. Kühlendes wie zB Patchouly 

Arzneien müssen natürlich indiviuell auf jeden Patienten abgestimmt werden.

Phlegmatiker:

Auf jeden Fall reduziert werden müssen Mehlspeisen, phlegmatisierende Nahrungsmittel wie weiche Käsesorten oder eben auch der Schweinsbraten mit der Soße und den Knödeln (der Phlegmatiker liebt in der Regel diese Art von Nahrung; doch auch hier kann eine wohlschmeckende , aber eben nicht so sehr phlegmatisiernde Lösung gefunden werden). Auch Rohes verträgt der Phlegmatiker etwas schlecht. Jedoch  Verbote machen keinen Sinn; die Menge macht es aus und die Art der Zubereitung. Weniger und auf jeden Fall gut gewürzt mit Feuer fördernden Gewürzen. Und Bewegung; wenn man Abneigung zu Joggen oder dergleichen hat könnte man zB Schwimmen gehen.  Und das Wasserelement ist günstig, da es bei ihnen überwiegt. Regelmässige Lymphdrainagen sind auch von großem Nutzen.

Naturheilkunde:

-Bitterstoffe! Am besten jeden Tag, da es die Grundwärme steigert und Schleim ausleitet. Bei Bittermitteln ist die direkte Wirkung über die Mundschleimhaut wichtig. Bittermittel tonisieren auch den Verdauungstrakt. und machen die verstopften Poren wieder frei und beschleunigen die Entleerung. Die Betonung liegt auf „Grundwärme steigern“ . Wenn man zu viel Schärfe hinzufügt, steigert es nicht unbedingt die Grundwärme. Diese Typen sollten immer etwas warmes essen. Rohe, kalte Sachen verschlechtern eher die Symptomatik.

Choleriker:

Choleriker haben besondere Vorlieben für Nahrungsmittel die Fülle, Reichtum an Genuss und Reiz besitzen. Fleisch, scharf und gut gewürzt zB und am besten jeden Tag. Hier könnte man zB den Lieblings Thai Curry mit Kokosmilch versetzen, welches etwas mehr Phlegma fördern würde. Der Choleriker muss auf jeden Fall regelmässig befeuchtet und phlegmatisiert werden damit die gelbgalligen Schärfen neutralisiert werden können. Auch die Neigung zu Zucker, Alkohol, Kaffee und Tabak ist nicht ausser Acht zu lassen; auch hier ist Mässigung angesagt. Viel Schlaf, welches auch phlegmatisiert, würde auch Sinn machen.
Jedoch gilt auch hier: Verbote und Gegensätzliches verordnen würde nichts bringen. Man sollte stets versuchen eine gute Mittellösung zu finden, ohne dass der Patient verzichten oder sich selbst kasteien muss. Versuchen sie einfach zu verstehen und sich in die Lage desjenigen zu versetzen; egal ob sie so jemanden in ihrem Umfeld haben oder als Patient. Denken sie immer das manche einfach nicht anders können als so zu sein wie sie sind. 

Naturheilkunde:

-Kühlend, Leber/Galle System regulierend und Gelbgalle ausleitend.

-Feuertypen muss man beruhigen , harmonisieren, „phlegmatisieren“ und sozial vertäglicher machen. Da bietet die Pflanzenheillkunde Einiges.

Melancholiker:

Sie sind eher im Denken und Verstand stark. Weder die Mitte, wie zB der Verdauungstrakt mit allen dazugehörigen Organen noch die Lunge und das Herz sind stark genug. Meist sind sie sehr schlank, haben keine Rundungen. Die Verdauung funktioniert sehr schwach, daher essen sie wenig, dafür öfter.

Hier könnte man sich überlegen ob man nicht Salate mit einem guten Dressing anmacht, der einwenig die Speichelsekretion und somit die Verdauungssäfte ein wenig ankurbelt und Appetit macht. Salate wären auch befeuchtend und mit dem richtigen, gut gewürzten Dressing auch verdauungsfördernd. Auf jeden Fall sind Haferbreie, je anch Geschmack süß oder herzhaft zubereitet, sehr gut nährend; auch für die Nerven. Befeuchtende Nahrungsmittel, aber auch Wärme wäre wichtig in der Ernährung dieser Menschen. Gute Therapien sind alle Erdelement dominierten Therapien. Wie zB Moorbäder oder Packungen. Heilmittel wie Heilerde, die viel Mineralien enthalten. Aber auch Spagyrik, da es die Heilessenz schonend weitergibt.
Melancholiker sollte man möglichst nicht alleine lassen. Auch wenn sie es nicht immer zeigen, brauchen sie die Wärme der Liebe und Fürsorge. Man darf sie dafür nicht verurteilen oder entnervt die Geduld verlieren. Fassen sie einmal Vertrauen, sind sie auch sehr treue Freunde, Partner und sind sehr fürsorglich.

Was Melancholikern auch sehr gut tut sind Atemübungen und alles was die Mitte stärkt. Auch regelmässig Bewegung an der frischen Luft, Natur , sind sehr wichtig.

Naturheilkunde:

Schwarzgallen ausleiten steht hier im Vordergrund.

-Aderlässe in ganz kleinen Mengen. Diese wirken blutbildungsfördernd und regenerierend. Und die Schwarzgallen werden ausgeleitet. Am besten bei Vollmond. Danach keine reizenden Nahrungsmittel, Gebratenes und zu Würziges zu sich nehmen. Viel Flüssigkeit und nährende aber leichte Kost.

-Bittermittel
-Lebermittel. Wenn die Leber stark genug ist hat auch das Herz wieder genügend Energie. Das Herz repräsentiert ja die Lebensfreude.Zusätzlich befeuchten diese Samen auch)

Zusammenfassend kann man sagen dass niemals nur ein Temperament dominiert. Jeder Mensch besteht meist aus einer Mischung von verschiedenen dominierenden Elementen, Prinzipien. Daher ist die individuelle Behandlung stets wichtig. Nicht jeder Choleriker ist gleich, auch nicht jeder Phlegmatiker. Es gibt zB auch sogenannte zappelige Phlegmatiker, die zwar phlegmatisch sind , aber eher recht schlank sind und sehr hyperaktiv.

Ebenso kann man nie eine gewisse Erkrankung eines Cholerikers genauso behandeln wie die eines Sanguinikers , bloß weil es die selbe Diagnose ist. Stets muss der Grundboden der Erkrankung individuell betrachtet werden.

 Empfehlungen ersetzen keine individuelle Betrachtung von Patienten Um die beste präventive Begleitmaßnahme und Behandlung herauszufinden ist es wichtig Patienten persönlich zu betreuen.

Bei Fragen, freue ich mich über ihren Anruf!

(Bild:Canva design)

Chronischer Stress

Der Vagusnerv- der heilsame Anteil unseres Nervensystems

Ich schreibe heute diesen Blog zu diesem Thema weil ich es selber auch sehr gut kenne aus meinem Leben. Sehr lange hatte mich der sogenannte sympathische Ast des vegetativen Nervensystems oder der „aufsteigende Ast“ des Vagusnervs dauerhaft unter Kontrolle. Mein damaliger Philosophie Lehrer aus meinem Gymnasium in Istanbul sagte mal zu mir:
„Mädchen, dein sympathisches System ist der Wahnsinn! Du reagierst wie eine Thermometerskala auf Geschehnisse!“
Auch heute noch habe ich das in mir.
Klingt ja erstmal gut.
Es ist wichtig in gewissen Situationen auf „Flucht-und Kampfmodus“ zu stehen. Sehr reagibel zu sein. Der Gegenspieler ist der Parasympathikus, der für Entspannung, Relaxen usw zuständig ist.Doch wenn der sympathische Teil des vegetativen (sogenannten unwillkürlichen Nervensystems) dauerhaft aktiv ist dann kann es sehr anstrengende Folgen haben für uns. Stellen sie sich vor dass in ihrem Körper ständig Stresshormone produziert werden, die die Abwehr heruntersetzen; Hormone die die Gefäße zusammenziehen ununterbrochen ausgeschüttet werden. Ich denke dass man sich den Rest ausmalen kann. Auch in Momenten in denen wir offenbar keine Gründe für Stress hätten aktiviert unterbewusst ein gewisser Teil in uns dennoch den sympathischen Ast.
Hinter diesem grandiosen System steckt ein Areal unseres Gehirnes, welches das Unbewusste, unsere Emotionen kontrolliert. Das ist das limbische System. 
Das vegetative Nervensystem ist deutlich älter als das zentrale Nervensystem und es ist ein System welches nicht unserer Willkür unterliegt. Und genau hier ist oft das Problem.
Dem limbische System unterliegt der Mandelkern, die Amygdala. Hier sitzen alle unsere Ängste die aus alten Erfahrungen, Niederlagen, unschönen und stressigen Situationen ergründet worden sind. Diese Ängste sitzen im Unterbewussten tief fest, sodass in gewissen Situationen, z.B. meist Situationen in denen wir die Komfortzone verlassen, plötzlich dies einspringt. Keine Frage, es möchte uns schützen. Doch tut es dies natürlich nicht. Im Gegenteil: es hält uns und unsere Entwicklung eher auf.

Doch nun zurück zum vegetativen Nervensystem:
Der grösste Nerv dieses Systems ist der Vagusnerv; der X. Hirnnerv. Er entspringt aus dem Gehirn. Durch das verlängerte Rückenmark tritt er durch ein Loch in der Schädelbasis aus -gemeinsam mit Halsschlagader und Vene- läuft am Kehlkopf, den Stimmbändern vorbei indem er eine kleine Schleife macht als sogenannter Recurrens-Nerv (daher auch der Name->von „rückläufig“) und verläuft – direkt an der  Speiseröhre –  sehr nah bei Lunge und Herz durchs Zwerchfell. Feine Äste versorgen die ganzen Organe der Verdauung im Bauchraum und aber auch die Nieren. Fast bis zum Rektum.
Daher auch der Name vagabundierender Nerv.
Sie sehen also dass auch eine gesunde Herzfunktion von einem gut und ausgeglichen reagierenden Vagus-Nerv abhängt.

(Bild:Canva Design)



Allerdings ist es nicht so dass wir ständig im Relax-Modus sein müssen. Im Gegenteil! Der Vagusnerv braucht auch einen gewissen Tonus, eine Spannung! Grundsätzlich brauchen wir auch regelmässig anregende Impulse! Sonst verweilen wir ja auch ständig in einem zu bequemen Trott, suchen keine Entwicklung und keine Herausforderung mehr.
Eine Gitarre dessen Saiten nicht ausreichend gespannt sind oder eine Djembe dessen Fell keine Spannung hat geben auch keine guten Töne von sich.

Aber es ist eben auch wichtig regelmäsig für die Entspannung – bzw die Aktivierung des Vagusnerves –  zu sorgen.

Und nun zurück zum kleinen Taktgeber-Biest , die Amygdala, der Mandelkern:
Wir können- so wie es zB die Yogis auch beherrschen- diesen Kern in wichtigen Situationen deaktivieren bzw dafür sorgen dass er allmählich kleiner wird.

Denn Sie kennen sicher auch Situationen in denen sie sich eine Aktion vornehmen und plötzlich bekommen sie nahezu Schweißausbrüche. Oder kommen nicht zum Zuge weil Sie sich blockiert fühlen; es gelingt nicht. Hier springt der Mandelkern ein, weil es die alte Erfahrung gespeichert hat.

Es gibt ganz gute naturheilkundliche-bzw erfahrungsheilkundliche Möglichkeiten. Zum Beispiel aus der Spagyrik empfehle ich da gerne rythmisierende Mittel, die ein aus dem Takt geratenes Vegetativum wieder harmonisieren kann. Die Passionsblume- man sieht es auch an der Signatur, die wie ein Uhrwerk aussieht- dass sie ausser Takt geratene Systeme harmonisieren kann. Aber auch Mittel aus der Antroposophie, die den Mandelkern bearbeiten können. Und zu guter Letzt meine Lieblinge, die Teemischungen. Allein schon die Zubereitung bindet uns ein in ein Ritual. 
Erdende Rituale sind auch sehr wichtig.
Meditation, sich der Ursache bewusst werden und entsprechendes Ein-und Ausatmen und überhaupt auch tiefes Atmen – bis in den Bauch.

Die heilsame Kraft des vagabundierenden Nerves können wir jederzeit nutzen. Wir müssen es nur üben.

Was man auf körperlicher Ebene noch begleitend tun kann

In akuten Stress-Situationen, die eher langfristig durch chronische Problematiken entstanden sind, habe ich gute Erfahrungen mit Aminosäuren gemacht. Am liebsten sind mir die Infusionen, da so sehr schnell und effektiv geholfen werden kann. Ich wähle die Mischung- nach einem ausführlichem , klärenden Gespräch- sorgfältig aus.
In ganz hartnäckigen, verzahnten Situationen, gibt es die Möglichkeit neuraltherapeutisch zu arbeiten. Nicht zu vergessen sind hier die B Vitamine. Eine intramuskuläre Spritze macht einen guten Depoteffekt.

Wenn Sie betroffen sein sollten, helfe ich Ihnen gerne!

Quellen:
-Docchek Flexikon
-Natur und Heilen : Ausgabe vom Dezember2019

-Beitragsbild/Canva Design/ Science Photo Library)

Allgemein

Die menschliche Konstitution

Menschen haben von ihrer Geburt an eine gewisse Grundkonstitution, die viel über vererbte Eigenschaften, Symptom-Neigungen und Schwerpunkte verrät. In meiner Praxistätigkeit profitiere ich sehr von der Erkenntnis davon. Es gibt drei verschiedene Grundkonstitutionen:
Die lymphatische Konstitution, die hämatogene Konstitution und die Mischkonstitution. Jede individuelle Konstitution hat auch eine Disposition . Dies kann man über die Irisdiagnose gut feststellen.
Das Irisgewebe gehört zu den Bindegeweben. Durch die Feststellung der Konstitution und der – persönlich individuellen- dazugehörigen Disposition ist es möglich präventiv zu arbeiten und bevor überhaupt klinische Diagnosen festgelegt werden, können durch die Prävention die Manifestierung von bestimmten Symptomatiken unter Umständen verhindert werden. Manchmal zeigt sich die genetisch veranlagte Verankerung erst ab einem gewissen Alter. Vielleicht kennen Sie es ja selbst, dass plötzlich mit 35 oder 40 Jahren Allergiesymptome kommen. Gewisse Triggerfaktoren spielen da auch oft mit.

Lymphatische Konstitution

Von der lymphatischen Konstitution  reden wir wenn es um Menschen mit überwiegend blauen Augen geht. Die Farbe kann natürlich, je nachdem welche Pigmentverfärbungen dominieren, bis ins grüne gehen. Auch innerhalb der lymphatischen Konstitution gibt es verschiedene Typen. Aber grundsätzlich haben Lymphathiker es gerne mit Störungen im Lymphsystem zu tun.  Erkrankungstendenzen wären generell chronische Katarrhe mit Endzündungen, Schnupfen und Verschleimung in Nasennebenhöhlen, Stirnhöhlen. Mittelohrendzündungen, Bindehautendzündungen , Lungen-und Nierenerkrankungen. (Bild: Canva Design/Michael Morse von Pexels)

Hämatogene Konstitution

Von der Hämatogenen Konstitution reden wir wenn es um Menschen mit braunen Augen geht. Die Irisfarbe ist ein sattes braun. Die Leidensschwerpunkte solcher Patienten sind im hämatologischen Bereich. Also alles was mit dem Blut zu tun hat. Hiermit ist auch das Organ Milz betroffen. Die Milz ist nämlich auch für Blutabbau- und Mauserung zuständig. (Bild:Canva Design/Ivan-Balvan)

Mischkonstitutionen

Liegen vor wenn ein Stomablatt blau und ein weiteres braun ist (zB wenn eines der Elternteile blauäugig und das andere Elternteil braunäugig ist). Hier liegen die Schwerpunkte im Leber-Galle Bereich. Auch gerne Verhärtungen, Geschwüre , Myome, Polypen. Je nachdem ob der lympathische Anteil oder der hämatogene Anteil dominiert können die Schwerpunkte im Falle eines Ungleichgewichtes variieren. Hier vermischen sich auch gerne die Symptomneigungen beider Konstitutionen.

Dies ist aus der Irisdiagnose gut ersichtlich und so habe ich die Möglichkeit individuell zu behandeln. (Bild: Canva Design/Yuganov Konstantin)

Was ich unbedingt betonen möchte:
Sattbraune Iriden begegnen uns auch in Westeuropa; nicht nur in Afrika oder unter Arabern. Genauso wie auch blaue Augen oder Misch-Iriden auch bei Arabern, Afghanen vorkommen können. Somit hat es in meinen Augen keinen Sinn Symptome nur auf gewisse Herkünfte und Ursprünge zu reduzieren. Da muss ein Ansatz her, der über Ethnien (fatalerweise wird oft das Wort Rasse genannt) – und Herkünfte hinwegsehen kann. Für mich ist wichtig wo der Grund der Problematik liegt und wie ich behilflich sein kann. Ich höre auch immer wieder von gewissen Kreisen, dass eine Durchmischung gewisser Ethnien nicht gut sei , da man auch die Schwächen erben könnte! Es ist längst passiert, meine lieben Leute. Die Durchmischung ist unumgänglich und ich sehe es als Bereicherung.

(theoretische Quelle:Rehwinkel/Wehse „Augendiagnose“- Uslarer Kreis
-Friedemann Garvelmann: Humoralmedizinische Praxis, Band 1)

Chronischer Stress

Mitochondrien-Die Kraftwerke unseres Körpers

In jeder Zelle unseres Körpers haben wir wahrhaftige Kraftwerke. Diese nennen sich Mitochondrien (Im Bild sieht man rote Strukturen. Das sind Mitochondrien) .Über den Ursprung der Mitochondrien gibt es ja sehr unterschiedliche Thesen. Eine These, die sich gut hält ist, dass sie ursprünglich aus alten, spezialisierten Bakterien stammen. Mitochondrien haben unter anderem die Aufgaben, energiereiche Moleküle zu bilden, die dann z. B. dem Stoffwechsel zur Gewinnung von Wärme zur Verfügung stehen.
In Zellen mit hohem Energieumsatz gibt es viel mehr Mitochondrien als in anderen Zellen. Zum Beispiel die Leberzellen, Herzmuskelzellen, Eierstöcke, Nervenzellen. Im Schnitt hat jede Zelle ca 1500 Mitochondrien. In den genannten besonderen Organen kann die Anzahl bis zu 8000 steigen!
Mitochondrien benötigen für ihre tägliche Arbeit sehr viele spezielle Bausteine. und Cofaktoren wie z.B Aminosäuren, Selen, Zink Eisen uvm. Diese fehlen uns ja heutzutage schon wegen der mangelnden Qualität der Nahrungsmittel.

(Bild:Canva Design/Eucaryotic cell with mitochondries)

Wenn die Mitochondrien nicht mehr gut funktionieren

…dann haben wir wirklich ein Problem!

Chronische Erschöpfung, Müdigkeit, sinkende Leistungsfähigkeit sind Hauptsymptome. Der Menschliche Körper kann es eine Weile gut kompensieren. Wie man weiß , kann er echt viel stemmen. Kommt aber noch Stress hinzu (psychischer oder auch oxidativer, nitrosativer Stress) kann es ab einem gewissen Level zu starken Einschränkungen kommen.

Vielleicht erkennen Sie sich in einigen der Punkte wieder:

  • Psychische Probleme wie Depressionen, Burnout, Panikattacken
  • Neurologische Störungen wie Parkinson, Alzheimer, Polyneuropathien uvm
  • Beschwerden wie zB Rheuma, Fibromyalgien, Arthrose/Arthritis
  • Immunsystem-Störungen wie zB Allergien, Neurodermitis; Infektionen mit Viren, Pilzen ; Darmflorastörungen mit Histaminosen
  • Hormonelle Beschwerden wie zB bei der Endometriose, Myome, PCO Syndrom und Hashimoto Thyreoiditis.

Was Sie auf alle Fälle selbst tun können:

  • Gesunde, ausgewogene Ernährung mit guten Nahrungsmitteln.
  • Geräuchertes, nitratreiche Lebensmittel vermeiden.
  • Den Konsum von einfachen Kohlehydraten reduzieren.
  • Falls Sie gewisse Medikamente nehmen müssen wie zB Statine, Betablocker, Nitrate, Blutdrucksenker, dann nehmen Sie auf jeden Fall Coenzym Q 10 und die wichtigen Cofaktoren für die Mitochondrien ein!

Was wir in der Praxis tun können:

Akute Nährstoffmängel können ganz gut ergänzt werden mit Infusionen, Injektionen.
(Mängel können ganz gut über das Blut bestimmt werden.) Somit kann man ganz gut Aufbau betreiben.
Ich ergänze das Ganze gerne mit der Traditionellen Heilkunde und der Konstitutionsmedizin. Somit können wir von mehreren Ebenen aus arbeiten.

Bei Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung!

Schmerzen

Schmerzen aus traditionell heilkundlicher Sicht und Fallbeispiele

Gerade noch über Hormone geschrieben und heute geht es um Schmerzen.
Aber auch Hormone können das Schmerzempfinden beinflussen. Laut Studien ist das Schmerzempfinden bei Frauen etwas anders als bei Männern. Offensichtlich haben hier Östrogen und Progesteron eine Rolle und beeinflussen je nach Zyklusphase das Schmerzempfinden entsprechend. Und möglicherweise gibt es bestimmte Hormonkonstellationen, die vor Schmerzen schützen. Eine Forschungsarbeit von Dr. Christine Meyer-Frießem vom Berufsgenossenschaftlichen Universitätsklinikum Bergmannsheil. Auch Serotonin spielt eine Rolle. Menschen mit ausreichend Serotonin im Blut sind weniger schmerzempfindlich und „halten mehr aus“.

Als Frau kann man eventuell mal beobachten, ob Schmerzen sich zyklusabhängig ändern.

Schmerzen sind akute Warnsignale. Sobald sie aber chronisch werden, kann sich allmählich ein Schmerzgedächtnis entwickeln. Das heisst dass das Gehirn bei Schmerzen eine Rolle spielt. Es gibt Möglichkeiten, das Schmerzgedächtnis auszuschalten. Meist steckt da ein daueraktives sympathisches Nervensystem dahinter.

(Bild: Canva Design)


Sie wissen schon: Der berühmte Säbelzahn Tiger-Effekt der Steinzeit!


Das heisst, wenn wir es nicht schaffen den parasympathischen Ast regelmässig zu aktivieren, kann es dauerhaft Probleme geben.

Wenn man die traditionell heilkundliche Sicht nimmt, haben unterschiedliche Konstitutionen und Temperamente von Patienten auch unterschiedliche Gründe für Schmerzen.
Der lymphatisch geprägte Mensch (blaue Augenfarbe) wird Schmerzen eher wegen zu zäher und schlecht abfließender Lymphe bekommen; die Lymphgefäße dieser Konstitution sind auch nicht gerade sehr standhaft. Und in der Tat durfte ich das bei zwei Damen (höheres Alter) mit lymphathischer Konstitution (blaue Augenfarbe) beobachten. Meist waren die Schmerzen lokalisiert im unteren Rücken und ich konnte Verquellungen tasten. Meine Methode der Wahl, nicht nur den Lymphfluß zu aktivieren, sondern auch den Sympathikus auszuschalten ist die Neuraltherapie. Regelmässige Quaddelungen im schmerzhaften Bereich konnten dauerhaft Linderung schaffen. Ich hatte sogar das Gefühl dass dies auch das Schmerzgedächtnis positiv beeinflußt.

Kommen wir nun zu anderen Konstitutionen wie zB die hämatogene oder die Mischkonstitution. Hier werden wir Schmerzen eher aus anderen Ursachen heraus begegnen. Aber auch hier wird ein daueraktiver Sympathikus mitspielen. Nur müsste ich hier meine Mischung für die Neuraltherapie etwas verändern. Und aber auch den Patienten grundsätzlich anders behandeln als die lymphatischen Patient*Innen.

Verdachtsfälle werden selbstverständlicherweise erstmal ärztlich geklärt. Denn Schmerzen die schlimmer werden oder sich in der Qualität verändern sind für mich immer erstmal ein Fall für eine/n Arzt/Ärztin. Ansonsten kann man chronische Verlaufsformen wirklich gut naturheilkundlich begleiten.

Übrigens: Weil ich hier eher Frauen erwähnt habe heisst es nicht, dass Männer nicht behandelt werden.

Bei Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

(Quelle: https://www.thieme.de/de/naturheilverfahren/schmerzempfinden-hormone-beeinflussen
Docchek Flexikon

Elvira Bierbach/Naturheilkunde Heute)

Hormone

Was sind Hormone und wie funktionieren sie?

Hormone…
Disharmonien um geringste Mengeneinheiten reichen aus und schon platzt man aus allen Nähten. Doch was verbirgt sich hinter diesen bemerkenswerten Molekülen?
Gehen wir der Sache bischen näher auf den Grund. Und falls Sie betroffen sein sollten von hormonellen Störungen wird Ihnen dann auch sicherlich einleuchten warum hormonelle Störungen sehr oft einfach Zeit benötigen.
Wenn man Hormone definieren müsste, können wir sagen dass es sich um biochemische Botenstoffe handelt. Je nachdem wie diese Moleküle ihren Zielort erlangen, gibt es unterschiedlich wirkende Hormone. Manche Hormone wirken direkt auf die freisetzende Zelle.. Manche in unmittelbarer Nähe des Freisetzungsortes und andere wiederum werden über das Blut transportiert an den Wirkort. Die Wirkung der Hormone beruht auf ein Schlüssel-Schloss-Prinzip. Das bedeutet dass Hormone an Rezeptoren andocken, die genau auf bestimmte Hormonmoleküle zugeschnitten sind. Aber jetzt erstmal ein kurzer theoretischer Einblick in die Welt der Hormone.

(Bild:Pixabay.com)

Endokrine Hormone:

Diese werden in Drüsenorganen produziert und erreichen den Wirkort über die Blutbahn. Wie zB die Schilddrüsenhormone, Sexualhormone, Stresshormone. Die Freisetzung unterliegt einem gewissen Biorhythmus.
Gesteuert und reguliert wird die Synthese von den Hirnanhangdrüsen; je nachdem wie die Konzentration im Blut ist, wird an die entsprechende Drüse das Signal gegeben. Stresshormone wie zB Adrenalin, werden nicht nur über das Blut freigegeben; sie wirken auch blitzschnell über Nervenendigungen.Beim Cortisol hingegen ist es anders. Wenn wir Stress haben, wird es über Nervenbahnen an die Schaltzentralen des Gehirnes weitergeleitet und entsprechend ausgeschüttet.
Stresshormone werden in den Nebennieren produziert.

Parakrine Hormone:

Ich werde hier eher weniger detailiert eingehen, da ich mich in diesem Blog eher auf die endokrinen Hormone -und davon eher die Sexualhormone und Schilddrüsenhormone-konzentrieren möchte. Aber zu erwähnen wären sie . Das wären Gewebshormone und Botenstoffe, die bei Entzündungen sezerniert werden. Der Ihnen bekannteste Vertreter wäre das Histamin. (Histamin scheint übrigens auch eine große Rolle bei Reizdarm zu spielen! Wenn Sie also dahingehend Probleme haben sollten-> gerne anfragen!)

Was belastet unser hormonelles System?

Leider bietet unsere moderne Lebenweise sehr viel , um unser hormonelles System durcheinander zu bringen. Stress z.B. verbraucht viel Grundbausteine für die Synthese unserer Hormone. Die Nebennierenrinde wird auch noch belastet. Gestörtes Körpermilieu, Übersäuerungen, Darmflorastörungen spielen auch noch mit. Auch die Ernährungs- und Lebensweise, die eben nicht mehr wirklich „nährend“ ist. Dann kommen noch die hormonartig wirkenden Substanzen in Kosmetika, und Plastik hinzu. Nicht selten entstehen da Östrogen Dominanzen.
Der Stress schadet übrigens auf Dauer auch Ihrer Schilddrüse! Denn die Grundbausteine werden- wie oben bereits erwähnt- für die Synthese der Stresshormone verwendet statt für die Schilddrüsenhormonsynthese.

Was können Sie tun?

Ganz einfach.
Sie werden es nicht mehr hören können aber, es ist leider Fakt.
Mehr kochen, weniger Fertigprodukte.
Selber machen statt kaufen.
Wir müssen vom Konsum weg hin zur Produktivität!
Das schafft auf Dauer Zufriedenheit. Es fordert unsere Komfortzone heraus, die Bequemlichkeiten müssen aufgegeben werden. Aber es lohnt sich! Sie werden sehen dass sie auch wieder neue neuronale Bahnen bilden werden auf dem Weg zur Überlegung, wie Sie Ihr Leben nachhaltiger, ausgeglichener, gesünder gestalten können.

Wenn es hartnäckig ist…

…dann fragen Sie mich gerne. Es gibt wunderbare Möglichkeiten der Naturheilkunde, hormonelle Dysbalancen auszugleichen!Wenn die Aminosäurebausteine fehlen , können wir dies sehr gut mit Infusionen ergänzen.
Sie dürfen eben auch nicht vergessen , dass viele Schaltzentralen im Körper eine Rolle spielen. Es heisst auch Hirnanhangdrüsen-Schilddrüsen-Nebennieren-Darm-Achse. Und diese sind auf sehr komplexe Weise miteinander verknüpft, sodass eine Harmonisierung Zeit benötigt.
Die Leber hat hier auch eine große Rolle. Letzten Endes bildet sie ja das Cholesterin; den Grundbaustein aller Hormone! (Deshalb haben zB magersüchtige Menschen eben auch kaum mehr Hormone, obwohl sie noch im zarten jugendlichen Alter sind! Auch die sich immer mehr häufenden Essstörungen müssen beachtet werden.) All diese komplexen Vorgänge machen unser hormonelles System so einzigartig. In meiner Praxis binde ich dann auch gerne die traditionell heilkundlichen Aspekte mit ein. So kann ich Ihnen ein umfangreiches Paket anbieten mit einer guten Betreuung .

(Quellen: -Natur Und Heilen Nr 17
-Planet Wissen: Geschlechtshormone
-Elvira Bierbach: Naturheilkunde heute)

Allgemein

Warum Heilpraktiker*Innen nicht automatisch Gegner*Innen von Impfungen und der modernen Wissenschaft sein müssen und welche Bereicherungen sie aber mitbringen!

Ich kommentiere gerne aktiv auf Social Media. Aber dann sieht man kurz mein Profil ein und was ich so mache. Nicht selten kommen Bemerkungen wie „Ah…Eine Heilpraktikerin! Und? Heute morgen schon Urin gegurgelt?“
Ich kommentiere nicht. Denn manchmal kann ich es tatsächlich nachvollziehen. Keine Frage, das Bild hat nach aussen deutlich gelitten die letzten Jahre.
Und manchmal muss ich gestehen dass ich auch mit so manchen Kolleg*Innen bisschen aneinandergerate.
Weil meine Motivation von Anfang an eine ganz andere war und immernoch ist.
Als Apothekerin muss ich ganz ehrlich sagen:
Ich habe diesen Beruf nicht erlernt, haufenweise Geld in die Ausbildung und Weiterbildungen investiert, über 500€ für die Prüfung bezahlt, damit ich gegen die Schulmedizin antreten darf.
Dass die Pharmaindustrie Lobbyismus betreibt, ist kein Geheimnis. Die Marktwirtschaft lebt von Konkurrenz und gewisse Institutionen des Gesundheitssystems werden darauf ausgerichtet. Das ist in der Tat ein großes Manko.
Fachkräftemangel, der Profit steht vor dem Menschen.
Das sind keine aufbauenden Entwicklungen.

Aber ich habe Ihnen ja immer noch nicht erklärt warum man als HP keine Gegner*In der modernen Medizin und der Wissenschaft sein muss.
Ganz einfach:



►Weil die lebenserhaltenden- und verlängernden Maßnahmen wirklich gut und wichtig sind! Was wären wir zB ohne Notfallmedizin und die Möglichkeit sich einer OP unterziehen lassen zu können. Oder Chemotherapien, die sorgfältig ausgesucht werden.
►Weil die moderne und ungezügelte Lebensweise einige Probleme birgt, die ganz ohne die moderne Medizin einfach nicht zu lösen sind. Was wären wir ohne ein Insulin oder auch andere Mittel, wenn doch die Lebensweise so unvernünftig ist. Auch die Lebensmittelindustrie ist hier nicht ausser Acht zu lassen mit ihrem großen Löwenanteil.
►Weil es Vorteile hat, mit der Ärzteschaft zu kommunizieren. Vor allem was den Patienten anbelangt.


Und nun zu den Vorteilen , die wir HP’s mit einbringen:



►In chronischen Verlaufsformen hat die aktuelle Gestaltung der Medizin und des Gesundheitssystems, so wunderbar die modernen Errungenschaften auch sind, leider auch Nachteile. Das ist vor allem der oft fehlende, ganzheitliche Blick. Die traditionelle Heilkunde zB sieht gewisse Konstitutionstypen in Patient*Innen und setzt gezielt auch bei den angeborenen Schwächen und Krankheitsneigungen an. Mit der Lebensführungsordnung , die entsprechende Schulung , individuelle Ernährungstipps für Patienten und was so alles eben dazugehört.
►Die moderne Lebens- und Ernährungsweise weist große Defizite auf. Wichtige Grundbausteine, Nährstoffe, die alleine für den alltäglichen Stoffwechsel schon wichtig sind, fehlen. Der Körper kann stellenweise nicht mal mehr richtig metabolisieren. Energiemangelsymptome häufen sich. Darmflorastörungen sind da immer mit dabei.
Es gibt die Möglichkeit dies unkompliziert zu beheben. Mängel können ohne Probleme mit Infusionen und Injektionen beseitigt werden.
►Wir können mit dem ganzheitlichen Blick begleitend behandeln. Wunderbare ausleitende Verfahren wie Schröpfen, Baunscheidt-Methoden, Neuraltherapien uvm entlasten den Körper immens!
►Massagen und sonstige manuellen Methoden bieten auch Berührung. Bei mir zB wird intensiv körperlich untersucht. Es wird abgetastet, abgeklopft, abgehorcht. Patient*Innen fühlen sich wahrgenommen. Sie können sich Zeit nehmen, erzählen.
►Verordnungen wie zB Teemischungen binden Patient*Innen aktiv mit ein. Oder auch die Einnahme von Tropfen/Tinkturen/Pulver. Das bewirkt, dass man mal inne hält und sich Zeit nimmt, sich spürt , ein Gefühl für sich entwickelt.

Und noch so manche Vorteile.

Ich finde dass wir HP’s das Gesundheitssystem sogar gut entlasten können! Zeit wird’s dass unsere Leistungen mal anerkannt und auch mit übernommen werden sollten von Krankenkassen. Denn langfristig bietet bodenständige Naturheilkunde und aber auch Erfahrungsheilkunde Vorteile. Den Patienten geht es besser und das beeinflußt bestimmt auch ihre Produktivität, da die Vitalität ja deutlich steigt.

Nun, das sind sehr idealistische Gedankengänge. Aber wenn man sich die positiven Folgen langfristig ansieht, dann sollten sie ernstgenommen werden.
Dafür müssten sich glaube ich mehrere Seiten zusammensetzen, ein gewisses Feindbild ablegen und verhandeln wollen. Eigentlich ganz einfach aber dann wiederum doch nicht so leicht.

Wir werden sehen…

Allgemein

Warum Medikation so unterschiedlich schnell wirken kann

Haben Sie selbst Erfahrungen mit Behandlungen? Wundern Sie sich auch manchmal warum es ausgerechnet bei Ihnen nicht so schnell geht wie bei dem Bekannten oder bei der Bekannten? Die anderen schwärmen dass eine Teemischung gereicht hat und man selbst kauft ein Mittel nach dem anderen, obwohl es scheinbar die selben Symptome sind?
Es gibt paar wissenschaftliche Erkenntnisse aus dem klassisch-medizinischen Bereich.
So ähnlich wie es „Türsteher und Rausschmeißer“ gibt in Party-Locations, so gibt es auch in unseren Zellen sogenannte Rausschmeißer, die durch bestimmte Gene gesteuert werden. Je nachdem welche Art von diesem Gen vorliegt, wirken also Medikamente entweder schneller oder weniger schnell.(Ergebnisse einer Studie einer Arbeitsgruppe der Berliner Humboldt-Universität in Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter Dr.-Margarete-Fischer-Bosch-Institut und dem Münchner Unternehmen Epidauros Biotechnology).
Wie sieht es in der Traditionellen Naturheilkunde aus?
Ob das Thema Behandlungsresistenz jetzt bei naturheilkundlichen Mitteln ähnlich funktioniert, kann ich Ihnen nicht sagen. Wenn dann eher im eher elementar-stofflichen, pflanzlichen Bereich würde ich sagen.
Ich erlebte allerdings bei zwei älteren Patientinnen ein interessantes Phänomen. Bei einer Patientin wirkte alles, was ich verabreichte, phänomenal schnell und gut; und das obwohl sie deutlich älter war. Bei der anderen Dame hingegen über einen viel längeren Zeitraum. Beide sind aus abendländischer Sicht ganz unterschiedliche Konstitutionen und Temperamente und ich ahnte natürlich schon warum das so war. Eine der Damen ist ein ausgesprochen sanguinisches Temperament und die andere Dame eher eine stark in die Melancholie geratene Cholerikerin. Obwohl bei der ersten Dame auch schon erste Züge der saturnalen Teile einer Melancholie zu erkennen waren, war die Reaktion recht gut.


Die Melancholiker*Innen oder auch Patient*Innen, die vom cholerischen Temperament in die Melancholie gerutscht sind, sind Patiententypen, die etwas schwieriger werden können und fordern viel Geduld. Da die Melancholie sehr trockene und kalte Eigenschaften mit sich bringt, haben wir es auch mit hartnäckigen Starre-Symptomatiken zu tun. Da denke ich gerne an die Milz-Thematik, aber eher als seelisch-geistigen Aspekt, da die Milz ja im Zeichen des Saturnes steht. Aber in der Tat kann man den Milz-Einfluß auch einwenig aus Laborwerten herauslesen. Es ist mir schon begegnet , dass „milzlastige“ Patient*Innen mit Blutmangelsymptomen zu tun haben obwohl zB Eisenwerte mit allen wichtigen Parametern völlig in Ordnung sind. Die roten Blutkörperchen sind allerdings gerne etwas niedriger. Die Milz hat ja auch mit dem Abbau-und der Lagerung von roten Blutkörperchen zu tun. Und oft kann man da eine „Stau-Thematik“ erkennen; vor allem irisdiagnostisch . So zeigen milzlastige und melancholisch geprägte Patient*Innen auf der seelisch-geistigen Ebene deutliche Anzeichen. Sie kennen bestimmt den Begriff „Spleenigkeit“ . Das trifft oft auf solche Patient*Innen zu. Aber auch körperlich „staut“ es eher. Man hat es mit Verhärtungen, Zysten, Wucherungen, Verknotungen uvm zu tun. Beispielsweise auch Myome. Das sind alles sehr hartnäckige Bereiche, die Zeit brauchen.
Auch die heilige Hildegard v. Bingen hatte dies erkannt und ordnete gerne kleine Aderlässe an, um das Ganze etwas zu „entstauen“ und die sogenannten Schwarzgallen (Melancholera) auszuleiten. In meiner Praxis achte ich jedenfalls auf eine gute Befeuchtung dieser Patienten. Anschliessend helfen gute Bitterstoffe , um eine Grundwärme wieder herzustellen. Natürlich wird die Milz auch einwenig „entstaut“mit guten spagyrischen Präparaten.
Aber das erklärt zumindest aus abendländisch-heilkundlicher Sicht, warum manche Patienten so schwer auf Medikation ansprechen.

(Quellen:https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/medizin-gen-bestimmt-empfindlichkeit-fuer-arzneimittel-a-74954.html
-„Die Milz, das vergessene Organ“-Friedemann Garvelmann)
(Bild:Canva Design)