Warum Heilpraktiker*Innen nicht automatisch Gegner*Innen von Impfungen und der modernen Wissenschaft sein müssen und welche Bereicherungen sie aber mitbringen!

Ich kommentiere gerne aktiv auf Social Media. Aber dann sieht man kurz mein Profil ein und was ich so mache. Nicht selten kommen Bemerkungen wie „Ah…Eine Heilpraktikerin! Und? Heute morgen schon Urin gegurgelt?“
Ich kommentiere nicht. Denn manchmal kann ich es tatsächlich nachvollziehen. Keine Frage, das Bild hat nach aussen deutlich gelitten die letzten Jahre.
Und manchmal muss ich gestehen dass ich auch mit so manchen Kolleg*Innen bisschen aneinandergerate.
Weil meine Motivation von Anfang an eine ganz andere war und immernoch ist.
Als Apothekerin muss ich ganz ehrlich sagen:
Ich habe diesen Beruf nicht erlernt, haufenweise Geld in die Ausbildung und Weiterbildungen investiert, über 500€ für die Prüfung bezahlt, damit ich gegen die Schulmedizin antreten darf.
Dass die Pharmaindustrie Lobbyismus betreibt, ist kein Geheimnis. Die Marktwirtschaft lebt von Konkurrenz und gewisse Institutionen des Gesundheitssystems werden darauf ausgerichtet. Das ist in der Tat ein großes Manko.
Fachkräftemangel, der Profit steht vor dem Menschen.
Das sind in der Tat keine erbauenden Entwicklungen.

Aber ich habe Ihnen ja immer noch nicht erklärt warum man als HP keine Gegner*In der modernen Medizin und der Wissenschaft sein muss.
Ganz einfach:


-Weil die lebenserhaltenden- und verlängernden Maßnahmen wirklich gut und wichtig sind! Was wären wir zB ohne Notfallmedizin und die Möglichkeit sich einer OP unterziehen lassen zu können. Oder Chemotherapien, wenn sie nur sorgfältig ausgesucht werden.
-Weil die moderne und ungezügelte Lebensweise einige Probleme birgt, die ganz ohne die moderne Medizin einfach nicht zu lösen sind. Was wären wir ohne ein Insulin oder auch andere Mittel, wenn doch die Lebensweise so unvernünftig ist. Auch die Lebensmittelindustrie ist hier nicht ausser Acht zu lassen! Da hat sie auch ihren ganz großen Löwenanteil.
-Weil es Vorteile hat, mit der Ärzteschaft zu kommunizieren. Vor allem was den Patienten anbelangt.

Und nun zu den Vorteilen , die wir HP’s mit einbringen:

-In chronischen Verlaufsformen hat die aktuelle Gestaltung der Medizin und des Gesundheitssystems, so wunderbar die modernen Errungenschaften auch sind, leider auch Nachteile. Das ist vor allem der oft fehlende, ganzheitliche Blick. Die traditionelle Heilkunde zB sieht gewisse Konstitutionstypen in Patient*Innen und setzt gezielt auch bei den angeborenen Schwächen und Krankheitsneigungen an. Mit der Lebensführungsordnung , die entsprechende Schulung , individuelle Ernährungstipps für Patienten und was so alles eben dazugehört.
-Die moderne Lebens- und Ernährungsweise weist große Defizite auf. Wichtige Grundbausteine, Nährstoffe, die alleine für den alltäglichen Stoffwechsel schon wichtig sind, fehlen. Der Körper kann stellenweise nicht mal mehr richtig metabolisieren. Energiemangelsymptome häufen sich. Darmflorastörungen sind da immer mit dabei.
Es gibt die Möglichkeit dies unkompliziert zu beheben. Mängel können ohne Probleme mit Infusionen und Injektionen beseitigt werden.
-Wir können mit dem ganzheitlichen Blick begleitend behandeln. Wunderbare ausleitende Verfahren wie Schröpfen, Baunscheidt-Methoden, Neuraltherapien uvm entlasten den Körper immens!
-Massagen und sonstige manuellen Methoden bieten auch Berührung. Bei mir zB wird intensiv körperlich untersucht. Es wird abgetastet, abgeklopft, abgehorcht. Patient*Innen fühlen sich wahrgenommen. Sie können sich Zeit nehmen, erzählen.
-Verordnungen wie zB Teemischungen binden Patient*Innen aktiv mit ein. Oder auch die Einnahme von Tropfen/Tinkturen/Pulver. Sie sind gezwungen mal inne zu halten und sich mit sich selbst zu beschäftigen, ein Gefühl für sich zu entwickeln. Sie entspannen sich automatisch.

Und noch so manche Vorteile.

Ich finde dass wir HP’s das Gesundheitssystem sogar gut entlasten können! Zeit wird’s dass unsere Leistungen mal anerkannt und auch mit übernommen werden sollten von Krankenkassen. Denn langfristig bietet bodenständige Naturheilkunde und aber auch Erfahrungsheilkunde Vorteile. Den Patienten geht es besser und das beeinflußt bestimmt auch ihre Produktivität, da die Vitalität ja deutlich steigt.

Nun, das sind sehr idealistische Gedankengänge. Aber wenn man sich die positiven Folgen langfristig ansieht, dann sollten sie ernstgenommen werden.
Dafür müssten sich glaube ich mehrere Seiten zusammensetzen, ein gewisses Feindbild ablegen und verhandeln wollen. Eigentlich ganz einfach aber dann wiederum doch nicht so leicht.

Wir werden sehen…

Warum Medikation so unterschiedlich schnell wirken kann

Haben Sie selbst Erfahrungen mit Behandlungen? Wundern Sie sich auch manchmal warum es ausgerechnet bei Ihnen nicht so schnell geht wie bei dem Bekannten oder bei der Bekannten? Die anderen schwärmen dass eine Teemischung gereicht hat und Sie rennen von einem Mittel zum anderen, obwohl Sie dieselben Symptome haben?
Es gibt paar wissenschaftliche Erkenntnisse aus dem klassisch-medizinischen Bereich.
So ähnlich wie es „Türsteher und Rausschmeißer“ gibt in Party-Locations, so gibt es auch in unseren Zellen sogenannte Rausschmeißer, die durch bestimmte Gene gesteuert werden. Je nachdem welche Art von diesem Gen vorliegt, wirken also Medikamente entweder schneller oder weniger schnell.(Ergebnisse einer Studie einer Arbeitsgruppe der Berliner Humboldt-Universität in Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter Dr.-Margarete-Fischer-Bosch-Institut und dem Münchner Unternehmen Epidauros Biotechnology).
Wie sieht es in der Traditionellen Naturheilkunde aus?
Ob das Thema Behandlungsresistenz jetzt bei naturheilkundlichen Mitteln ähnlich funktioniert, kann ich Ihnen nicht sagen. Wenn dann eher im eher elementar-stofflichen, pflanzlichen Bereich würde ich sagen.
Ich erlebte allerdings bei zwei älteren Patientinnen ein interessantes Phänomen. Bei einer Patientin wirkte alles, was ich verabreichte, phänomenal schnell und gut; und das obwohl sie deutlich älter war. Bei der anderen Dame hingegen über einen viel längeren Zeitraum. Sie hatten beide allerdings aus abendländischer Sicht ganz unterschiedliche Konstitutionen und Temperamente und ich ahnte natürlich schon warum das so war. Eine der Damen ist ein ausgesprochen sanguinisches Temperament und die andere Dame eher eine stark in die Melancholie geratene Cholerikerin. Obwohl bei der ersten Dame auch schon erste Züge der saturnalen Teile einer Melancholie zu erkennen waren, reagierte sie eben recht gut.
Die Melancholiker*Innen oder auch Patient*Innen, die vom cholerischen Temperament in die Melancholie gerutscht sind, sind Patiententypen, die etwas schwieriger werden können und fordern viel Geduld. Da die Melancholie sehr trockene und kalte Eigenschaften mit sich bringt, haben wir es auch mit hartnäckigen Starre-Symptomatiken zu tun. Da denke ich gerne an die Milz-Thematik, aber eher als seelisch-geistigen Aspekt, da die Milz ja im Zeichen des Saturnes steht. Aber in der Tat kann man den Milz-Einfluß auch einwenig aus Laborwerten herauslesen. Es ist mir schon begegnet , dass „milzlastige“ Patient*Innen mit Blutmangelsymptomen zu tun haben obwohl zB Eisenwerte mit allen wichtigen Parametern völlig in Ordnung sind. Die roten Blutkörperchen sind allerdings gerne etwas niedriger. Die Milz hat ja auch mit dem Abbau-und der Lagerung von roten Blutkörperchen zu tun. Und oft kann man da eine „Stau-Thematik“ erkennen; vor allem irisdiagnostisch . So zeigen milzlastige und melancholisch geprägte Patient*Innen auf der seelisch-geistigen Ebene deutliche Anzeichen. Sie kennen bestimmt den Begriff „Spleenigkeit“ . Das trifft oft auf solche Patient*Innen zu. Aber auch körperlich „staut“ es eher. Man hat es mit Verhärtungen, Zysten, Wucherungen, Verknotungen uvm zu tun. Beispielsweise auch Myome. Das sind alles sehr hartnäckige Bereiche, die Zeit brauchen.
Auch die heilige Hildegard v. Bingen hatte dies erkannt und ordnete gerne kleine Aderlässe an, um das Ganze etwas zu „entstauen“ und die sogenannten Schwarzgallen (Melancholera) auszuleiten. In meiner Praxis achte ich jedenfalls auf eine gute Befeuchtung dieser Patienten. Anschliessend helfen gute Bitterstoffe , um eine Grundwärme wieder herzustellen. Natürlich wird die Milz auch einwenig „entstaut“mit guten spagyrischen Präparaten.
Aber das erklärt zumindest aus abendländisch-heilkundlicher Sicht, warum manche Patienten so schwer auf Medikation ansprechen.

(Quellen:https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/medizin-gen-bestimmt-empfindlichkeit-fuer-arzneimittel-a-74954.html
-„Die Milz, das vergessene Organ“-Friedemann Garvelmann)

Kleine Vortragsabende in meiner Praxis im August und im September

Ich möchte Sie herzlichst einladen zu meinen kleinen Abendvorträgen. Eine Anmeldung wäre erwünscht! Kostenfrei!

  • Mittwoch 3.8. ,18.00h-19.30h:

„Was ist die traditionelle Heilkunde genau und wie funktioniert der Praxisablauf?“

Ich begegne immer wieder der Frage „Was ist dein Schwerpunkt?“
Wenn, dann schaue ich mir zuerst Darm und Verdauung genauer an. Denn eine gute Mitte macht alles aus.
Aber eigentlich habe ich keinen wirklichen Schwerpunkt! Denn ich schaue mir zuerst an, was für ein Typ Sie sind und welche grundlegenden Eigenschaften Sie haben als Individuum. Mit einer gut strukturierten Symptomatik kann ich die Grundthematik gut erkennen und diese Grundthematik wird- egal ob man nach 5 Jahren mit anderen Symptomen wiederkommt- mit eingebaut.
Das wurde vorerst nicht wirklich verstanden.
Oft hieß es : „Du kannst unmöglich jedem helfen!“ . Es ist aber genau deswegen sehr effizient, weil es Sie als Individuum gut erfaßt und dem Thema an die Wurzel geht. Und da spielt es keine Rolle ob Sie Schmerzen haben oder ein anderes Problem, denn Sie bringen von Geburt an wertvolle Informationen mit, mit denen man sehr gut arbeiten kann. Das hat nichts damit zu tun dass man sich als Wunderheilerin anpreist! Und es ist auch kein Hexenwerk. Im Gegenteil: Es ist die Eigenart der Methode und ein eher sehr wissenschaftliches Arbeiten mit viel Denkarbeit. Es lässt sich auch gut kombinieren mit den modernen wissenschaftlichen Methoden. Mehr erfahren Sie gerne am 3.8.22.

  • Mittwoch 7.9.22, 18.00-19.30h:

    „Was Ihre Hormone mit einem gesunden Darm zu tun haben!“

    Immer mehr jüngere Menschen, vor allem Frauen, haben hormonelle Störungen und wenn dann mal das Thema Menopause naht, dann werden die Symptome umso schlimmer. Und was Ihr Darm damit zu tun haben könnte, möchte ich Ihnen an diesem Abend etwas näher bringen.

Ich freue mich auf Sie!

„Viel trinken!“ Immer nur gut?

Jetzt steigen gerade wieder die Temperaturen und das Motto lautet wie immer:

„Viel trinken!“

Doch ist das immer uneingeschränkt gut? Das wollen wir jetzt einwenig hinterfragen.
Der Körper hat ganz gute ausgetüftelte Mechanismen, was den Flüssigkeitshaushalt anbelangt. Der Körper schafft es, Stoffwechselprozesse so zu regulieren, sodass die Körpertemperatur unabhängig von der Aussentemperatur wird. Die Hautdurchblutung wird verstärkt und die Schweißsekretion steigt, damit übermäßige Wärme abgestrahlt werden kann. Säuglinge, Kleinkinder und ältere Menschen jedoch haben es schwerer.

Was passiert bei einem Hitzschlag?

Zunächst steigt die Körpertemperatur auf über 40 Grad an. Krämpfe, ausbleibende Schweißabsonderung wegen dem Flüssigkeitsmangel, Müdigkeit, Schlafbedürfnis und Bewusstseinstrübung sind die Folgen. Sehr oft infolge von Überanstrengungen in feuchten und hitzigen Räumen. Besonders alte Menschen sind gefährdet.
Wir haben ein sehr wichtiges Hormon, welches den Wasser-und Mineralienhaushalt mitsteuert. Nämlich das Vasopressin. Wenn wir Flüssigkeit verlieren aber keine körperlich harte Arbeit oder Extremsport betreiben, sollten wir übertriebene Flüssigkeitsmengen vermeiden. Zusätzlich zu einer Trinkmenge von 1,5-2 Litern können noch ein halbes Liter Mineralwasser, Fruchtschorlen, aber auch alkoholfreies Bier getrunken werden. Also eher Flüssigkeiten, die Mineralien enthalten. Denn sonst hemmen wir das Vasopressin und es werden Mineralien ausgeschwemmt. Auch Cola ist ein Mythos! Der Phosphatgehalt ist nicht so förderlich für die Nierenfunktion.Somit sollten wir also mit dem Thema Flüssigkeitszufuhr auch achtsam umgehen, denn es ist nicht wahr dass man die Nieren damit spült und sich was gutes tut.

(Quelle: Praxis Magazin/11/2021)


Was Ihr Darm mit einem ausgewogenen Hormonhaushalt zu tun hat

Wieder einmal geht es um den Darm und er ist der Star. Aber es ist einfach unumgänglich. Der Darm ist nun mal der Dreh-und Angelpunkt der meisten Probleme. Die Wissenschaft hat da einiges entdeckt und ist immer noch am Entdecken.
Der Darm bestimmt, welche Nahrungsbestandteile aufgenommen und was genau ausgeschieden werden sollte. Das Mikrobiom reguliert sogar unser Gewicht, spielt eine große Rolle bei Stoffwechselerkrankungen und auch Übergewicht. Es kommuniziert mit dem Gehirn, greift in die Immunabwehr ein. Der Darm produziert auch selbst eine Reihe von wichtigen Hormonen wie zB Dopamin und Serotonin. Und wissenschaftliche Untersuchungen zeigen auch, dass der Darm auch Einfluß hat auf den Hormonhaushalt.

Gute und böse Östrogenwirkungen

Frauen besitzen drei Grundtypen von Östrogenen, die auch unterschiedliche Wirkungen aktivieren. Je nach Alter und Status ist das eine oder andere im Überschuß oder auch im Mangel. Dank unseres Zeitgeistes und der entsprechenden Lebensweise leiden Frauen jeden Alters leider unter Ungleichgewichten mit massiven Beschwerden. Ob es eine junge Frau mit Menstruationsproblemen ist oder eine reifere Dame im Wechsel.
Bei Frauen wird laut Studien der Östrogenhaushalt auch vom Darm mitgesteuert. Ist der Darm intakt und weist eine gesunde Funktion auf, dann befinden sich genau die richtige Anzahl von gewissen, im Östrogenhaushalt wichtigen Enzymen im Darm und der Östrogenhaushalt ist ausgewogen. Ist das nicht der Fall, dann wird es zu einer Über -oder Unterversorgung mit Östrogenen kommen. Gerade in der heutigen Zeit, in denen auch schon junge Frauen mit Östrogendominanzen zu tun haben , muss das Augenmerk auch auf den Darm gerichtet werden. Vor allem weil wir auch durch die Umwelt sehr viel Stoffe aufnehmen, die östrogenartig wirken. (Plastikverpackungen, „Coffee-to-go“-Becher, Mikroplastik in Kosmetika uvm). Nicht selten entstehen dann Folgeerkrankungen wie Endometriose, Brustkrebs, Prostatakrebs bei Männern, aber auch das PCO Syndrom. Gerade das PCO Syndrom hat mit einer überhöhten Androgenmenge, Insulinresistenz bei gleichzeitig reduzierten Östrogenen zu tun. Wir wissen das Endometriose und PCO die Gebärfähigkeit massiv einschränken kann. Somit lohnt es sich auch hier den Darm zu sanieren!

Auch in der Menopause wichtig!

Gerade in den Anfängen der Menopause, in denen der Anteil gewisser Östrogene oft gerne erhöht ist, ist es wichtig, erstmal den Darm genauer unter die Lupe zu nehmen. Natürlich muss man hier alle Organe und Organsysteme, die dazugehören, mit einbinden in eine gute Behandlung. Da gehören Leber,Galle und Pankreas (mit Milz und Magen) und aber auch das Lymphsystem dazu.
Der Körper muss es schaffen, die Lücke zu kompensieren, die durch das Ausbleiben der Regelblutung entsteht, sodass die Beschwerden abklingen und der Leidensdruck gelindert wird. Und da gehört der Darm einfach dazu.


Hilfe in der Praxis

Ich schaue mir Ihren Status genauer an. Wenn nötig, leiten wir auch gerne Darmfloraanalysen ein und sehen uns Ihren Hormonstatus an. Wenn Ihnen Nährstoffe fehlen sollten , wird erstmal aufgefüllt, was fehlt. Hierzu nutze ich gerne die Effizienz der Infusionen und der Injektionen. Sie wirken am besten, wenn der Darm nicht sehr intakt ist. Ausleitungen mit sanften Mitteln der Erfahrungsheilkunde folgen. Und dann können wir uns der Grundthematik widmen. Ich berücksichtige auch Ihre angeborene Konstitution und unterstütze auch diese Aspekte mitsamt einer individuellen Ernährungsempfehlung, die zu Ihnen passt. Falls nötig ist die letzte Instanz auch eine Rücksprache mit dem Frauenarzt/Ärztin, ob nicht eine bioidentische Hormonbehandlung sinnvoll wäre. Aber vorerst werden wir dem Darm besonderes Augenmerk schenken!

Wenn Sie Fragen haben helfe ich gerne!

(Quellen:https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Beeinflusst-das-Mikrobiom-auch-Hormone-254219.html
-https://www.mybioma.com/de/blog/mikrobiom-und-hormone/)

Fatique und chronische Müdigkeit-Nicht nur ein Krebs-Symptom!


Das Fatigue Syndrom ist ein unspezifischer Symptomenkomplex bestehend aus chronischer Müdigkeit, Energielosigkeit trotz ausreichend Schlaf; sehr oft einhergehend mit Kopf und Gliederschmerzen, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, Depressionen und stellenweise sogar Allergien. Krebspatienten leiden häufig darunter. Aber mittlerweile weiß man dass es nicht nur ein Krebs-Problem ist. Wussten Sie dass auch Frauen mit Myomen und Endometriose ähnliche Symptome schildern?  Das wird sehr häufig verkannt. Endometriose z.B ist auch eine Erkrankung die sehr lange Zeit nicht wirklich diagnostiziert werden kann. Viele Frauen durchlaufen eine Odysee von Arztbesuchen, bis der Sache mal ein Name gegeben werden kann. Die Ursachen sind hauptsächlich hormoneller Natur; also häufig Ungleichgewichte der Östrogen-Progesteron-Achse die eher zugunsten einer Östrogendominanz verschoben ist. Meist beginnt es ab dem 35. Lebensjahr. Des weiteren – aus traditionell heilkundlicher Sicht – sind es oft auch Frauen die zu Kongestionen
( Stauungen) im kleinen Becken neigen. Selbst bei den schlankesten Frauen, die einen total flachen Bauch haben konnte ich solche Anschoppungen durch den Klopfschall raushören bei der Untersuchung. ( Sehr häufig ist auch das Gemüt betroffen. Schweregefühl, melancholische Zustände sind nicht selten) Also handelt es sich u.a. um chronische Stagnationen in der Durchblutung im kleinen Becken. Dass die Schleimhaut der Gebärmutter auch bestimmte Einheiten besitzt, die wichtig für den Energiehaushalt sind, übersieht man häufig sehr gerne. Diese Einheiten nennen sich Mitochondrien. Es ist eben davon auszugehen dass einfach die Mitochondrien, die kleinen und wichtigsten Energiefabriken unseres Körpers nicht mehr leistungsfähig genug sind. Grund sind chronische Schäden der Stoffwechselprozesse die in den Mitochondrien ablaufen. Zum Einen erklärt es sich auch durch die Verschlackung des Bindegewebes. Auch dies wird gerne als Mythos abgetan. Aber man kann es tasten. Ein weiteres Problem ist dass im  Mitochondrium durch die fehlgeleitete Stoffwechsellage aggressive Radikale gebildet werden die wiederum weiterhin Schäden verursachen.(Wir haben hier überwiegend Frauen erwähnt. Auch Männer sind eingeschlossen.Mitochondrien gibt es ja in vielen anderen Zellen auch)
Verdacht auf Tumoren ist selbstverständlich akut abklärungsbedürftig. Auch Myome müssen regelmässig beobachtet werden.
Ansonsten haben wir es häufig mit dem klassischen leistungsgesellschaftlichen Phänomen zu tun. Stress, Fehlernährung.
Sehr schnell redet man von Entgiftung , von Übersäuerung und davon dass man die Ausleitung ankurbeln sollte. Handelt es sich allerdings um ausgesprochene Mangelsituationen, müssen erstmal die Enzymsysteme in den Mitochondrien entsprechend versorgt werden mit den wichtigen, die Zellatmung wieder herstellenden Cofaktoren, Mikronährstoffen. Auch eine Entgiftung erfordert ein gewisses Energielevel. Hier muss ich auch nochmal verdeutlichen dass der Körper ja selbst auch ohnehin schon ununterbrochen entgiftet. Nur braucht er eben auch dafür regelmässig notwendige Bausteine.


Und was kann man tun?


Falls sie auch entsprechende Symptome haben sollten, die länger als ein halbes Jahr bestehen, dann sollten sie unbedingt ärztlich abklären. Sollte keine ernsthafte Erkrankung dahinter stecken, macht es Sinn therapeutischen Rat einzuholen. Es gibt vielerlei naturheilkundliche Möglichkeiten. Mängel können über ganzheitliche Blutanalysen herausgefunden und gezielt behoben werden. Wenn die Mängel behoben sind kann man die wichtigen Entgiftungsorgane- und Organsysteme wunderbar stützen. Bei Myomen oder Kongestionen im kleinen Becken kann man ganz gut neuraltherapeutisch unterstützen und die Hartnäckigkeit etwas mildern, denn wie bei allen Verhärtungen erfordern auch Myome etwas Geduld. Die hormonelle Sachlage könnten wir uns ansehen und daran arbeiten. Gute pflanzliche und erfahrungsheilkundliche Mittel , aber auch Teemischungen die zB Frauenmantel , Schafgarbe enthalten, helfen auch ganz wunderbar (gestagenartige Wirkweise!).
Für das Nervensystem gibt es ganz gute Hilfsmittel wie Safranextrakt und Rosenwurz . Der Safran vor allem als Sonnenmittel, welches nicht nur die Sonne im Herzen wieder scheinen lässt sondern auch über die Bitterstoffe der Leber guttut. Was sie selbst auf jeden Fall tun können ist, die Ernährung umzustellen. Reduzieren sie tierische Nahrung und verzehren sie möglichst Gemüse und Obst. Gerade Kohlarten und alles was intensiv gefärbt ist sind wunderbare Basenbildner und gut für den Eisenhaushalt. Im Falle von Myomen weiß man dass die Monatsblutungen häufig intensiver sein können, was auch den Eisenhaushalt benachteiligt.
Greifen sie eher zu Kartoffeln als zu Nudeln und anderen Kohlehydraten. Bauen sie immer mehr besondere Gewürze in die Ernährung ein, wie zB Curcuma, Ingwer. Verzehren sie Nüsse. Gehen sie oft in die Natur, in den Wald. Vergessen sie- wenn Sie an Ihre Nahrung denken- nicht:


Alles was wächst, das nährt! Alles was nicht wächst, hat keinen Nährwert


Denken sie daran dass Erkrankungen wie Krebs eine sehr lange Vorlaufphase haben und unter Umständen Jahre oder Jahrzehnte vorher schon beginnen!Übernehmen sie Verantwortung für sich und ihre Gesundheit.
Bei Fragen stehe ich ihnen gerne zur Verfügung!

Quellen:
-deutsche-fatique-gesellschaft.de
-docchekflexicon.de

Hautleiden aus der Sicht der traditionellen Naturheilkunde

Die Haut ist unser größtes Abwehrorgan nach Außen. Sie ist, genauso wie Darm und Lunge auch, mit einem Mikrobiom besiedelt. Das Wort Mikrobiom übrigens ist ein Überbegriff für die symbiotische bakterielle Besiedelung unseres gesamten Körpers. Da sind Haut, Darm, Lunge und die ganzen Schleimhäute inbegriffen.

Der Darm steht in enger Verbindung zu vielen Organen


Zusammenhänge wie zB. Darm-Haut, Lunge-Dickdarm sind keine luftigen Esoteriktheorien. Der Medizin sind diese Zusammenhänge durchaus bekannt, denn die sogenannte Keimblattlehre erklärt die Ursprünge von Organen und wie sie im Laufe der embryonalen Entwicklung entstanden sind. Die traditionelle Naturheilkunde berücksichtig diese Zusammenhänge immernoch und arbeitet auch entsprechend an der Symptomatik. Die Keimblattlehre besagt dass der menschliche Körper 2-3 Wochen nach der Befruchtung einer Eizelle aus deren 3 Keimblättern geformt wird.

  • inneres
  • mittleres
  • äusseres Keimblatt.

Aus dem inneren Keimblatt wird zB das Darmrohr gebildet. Aus dem äußeren Keimblatt hingegen der Magen-Darm-Trakt von Anfang bis Ende (Vom Mund bis zum After). Organe die dem selben Keimblatt entspringen stehen sehr oft in Verbindung zueinander. Zum Beispiel auch Lungen und Nieren. Ich möchte hier aber nicht ausschweifen.

Was der Körper nicht ausscheiden kann, müssen Haut und Schleimhäute austragen!


Wir reden in diesem Falle von kompensatorischen Ausscheidungen.

-> Im Falle der Haut beginnt es gerne mit gesteigerter Diaphorese und Schweißbildung über eine gesteigerte Talgbildung bis hin zu endzündlichen Hauterkrankungen wie Ekzeme, Dermatitis, Akne, Psoriasis und auch gerne Ulkus
->Die Schleimhäute reagieren gerne mit übermässiger Katarrhbildung, Endzündungen bis hin zum Ulkus.

Wir traditionellen Naturheilkundler wissen dass es keine Hauterkrankungen in dem Sinne gibt. Die Symptome basieren auf Fehlfunktionen anderer Organsysteme. Es ist – wenn man es genauer betrachtet- gut, dass die Haut und die Schleimhäute so reagieren. Der Körper ist auf seine Weise sehr intelligent und möchte eben schlimmeres verhindern.

Ist es gut die Haut ständig mit Salben zu bearbeiten?



In Fällen mit akutem Leidensdruck müssen eine gute Hautpflege oder Salben mit pflanzlichen Inhaltstoffen her. Zum Beispiel Gerbstoffe, kombiniert mit pflegenden Anteilen. Eine chronische Unterdrückung der Symptomatik mit Kortikoiden führt eher dazu dass die Endzündung nach innen wandert. Es ist nicht selten dass das Pankreas betroffen ist und plötzlich der endokrine Teil ausfällt. Mir sind auch Diabetes Fälle begegnet die nach sehr langen Kortikoidbehandlungen aufgetaucht sind. Aber kurzfristig , wenn akute Schübe kommen, können Kortisonsalben erstmal Linderung schaffen.
Je nachdem welches Erkrankungsbild es ist. Die Schuppenflechte zum Beispiel ist ein Phänomen der „Überschuppung“ als Folge von einer übermäßigen Teilung der Hautzellen. es sieht recht silbrig-schuppig aus und zeigt sich gerne an Prädilektionstellen wie am Ellenbogen, Schienbeinen. Es gehört zur den Autoimmunerkrankungen. Neurodermitis hingegen ist extrem trocken. Von der Symptomatik her „in sich zurückziehend“. Sehr vergleichbar mit dem/der klassischen Melancholiker/in der Temperamentenlehre. Die Prädilektionsstellen sind sehr oft die Innenseiten der Armbeuge und die Kniekehle. Gerne auch das Gesicht und Kopfhaut.
->Kleiner Einblick in die Antroposophen-Sichtweise: Der Schuppenflechte-Patient ist sehr oft ein anderer Typ Mensch. Auch das kann man nie pauschalisieren, aber in vielen Fällen vom Wesen her etwas anders als der klassische Neurodermitiker. Eher in Richtung phlegmatisches bis sanguinisches Gemüt. (Natürlich finden Sie nie ein einzelnes Temperament vor! Jeder ist eine individuelle Mischung von allen Temperamenten mit einem Schwerpunkt.)

Die inneren Alchimisten sind gefragt!

Kurz gesagt sind Hauterkrankungen (Ausnahmen sind Verletzungen oder zB Krebs) meist eine Folge einer fehlgeleiteten Coctio (Coctio= Kochungen! Es ist die Leistung des Verdauungtraktes gemeint). Die inneren Alchimisten sind Magen, Leber, Darm und Nieren. Hier muss nachgesehen werden wo es genau hängt und nachgeholfen werden

Wie läuft es in der Praxis ab?

Klassisch , nach dem Schema der traditionellen Naturheilkunde. Welche Konstitution und welches Temperament besitzt der Mensch und wo kann ich ansetzen? Und natürlich die klassisch naturheilkundlichen Ausleitungsverfahren. Zuerst wird aber nachgesehen ob Defizite sind und ggf. aufgebaut.
Auch hier kann man sagen dass es ein Prozess ist der Zeit braucht! So wie die Symptomatik entsteht, so geht sie meistens auch. Also in Rückschritten. Es kann dann auch passieren dass unangenehme Symptome kurzfristig auftauchen können. Aber das ist ganz im Sinne der Behandlung.

Die Intuition wieder stärken!

Allgemein ist es gut, wenn man wieder ein Gefühl für sich bekommt! Was tut mir gut? Was bekommt mir nicht? Was sollte ich weglassen? Meistens hakt es hier schon. Aber mit etwas Zeit, die man für sich nimmt und Gespür, kann man auch das wiedererlernen!

Wenn Sie fragen haben , helfe ich Ihnen gerne!

Herzlichst

Öznur Acar

(Quellen:
-Friedemann Garvelmann, „Humoralmedizinische Praxis, Band 1
-https://www.medizin-kompakt.de/keimblattlehre
-https://www.semmelweis.de/images/downloads/SANUM-Post/106/rau_lunge.pdf)

Das Auge und ihre Funktion aus ganzheitlicher Sicht

Das Auge ist unser wichtigstes Sinnesorgan. Wir nehmen Umwelteindrücke- und Reize wahr. Die Funktionsweise ist einer Kamera sehr ähnlich. Bevor wir uns in komplizierte medizinisch-anatomische Details verlieren beschreibe ich lieber auf eine verständliche Weise kurz und bündig wie das Auge arbeitet.

Das Auge verständlich erklärt


Das Auge ist ein Hohlorgan. Es ist eingebettet in Fettgewebe und Bindegewebe; befindet sich in der Augenhöhle. Der Flüssigkeitsanteil ist sehr hoch. Es ist gleichzeitig umgeben von Muskeln. Die Pupille und die Bewegung der Irisblende des Auges wird gesteuert durch Muskeln. Das Licht muss durch die Pupille und die Linse durch und auf den Augenhintergrund fallen. Die einfallenden Reize aktivieren dann verschiedene Rezeptoren. Der Reiz wird über einen Sehnerv an das Gehirn weitergeleitet. Es sollte im Idealfall die Flüssigkeit im Auge absolut klar sein. Es ist gut durchblutet; versorgt werden die Zellen aber durch Diffusion. Sonst würden Gefäße dem effektiven Sehprozess eher im Weg stehen. Erkrankungen wie die Makuladegeneration entstehen gerne, weil sich Eiweiße im Bindegewebe des Auges ablagern; die sogenannten Drusen.Das Auge besteht aus Bindegewebe und hier muss ein harmonisches Fließgleichgewicht vorhanden sein. Sonst wird die Flüssigkeit eher gelartig. Daher ist es nicht nur wichtig sehr viel Flüssigkeit zuzuführen. Auch eine gute Ernährung ist wichtig.

Gute Ernährung? Ist nicht so schwer.

Mit weniger tierischen Massen-Produkten , dafür wenigem guten Fleisch und gutem Fisch. Den Löwenanteil sollte viel Obst und Gemüse ausmachen. Ebenso wichtig sind Samen wie Buchweizen, Amaranth, Hirse; Nüsse, Getreide wie der Hafer. Wie sie unschwer erkennen ist eine effektive Verdauung wichtig. Dafür ist ein gutes Kauen essentiell; der Kaumuskel setzt also den Stoffwechsel im Auge in Gang und fördert auch die Durchblutung. Selbst wenn Sie gerade nichts essen sollten, könnten Sie Kaubewegungen machen. Es kann Ihnen albern vorkommen, aber machen Sie es dennoch. Das gute Durchkauen von Nahrung ist wichtig für eine effektive Sezernierung der Verdauungssäfte . Besonders zu erwähnen sind hier die Bitterstoffe. Gerade im Frühjahr bietet auch die Natur in Mengen solche Kräuter. Gundermann, Günsel, Löwenzahn sprießen . Im Spätsommer die Schafgarbe uvm.
Der Leber-Bezug wird sowohl in der westlichen Heilkunde als auch in der TCM beachtet. Der Gallenblasenmeridian (Die Gallenblase ist der wichtigste Kooperationspartner der Leber ) entspringt ja am Augenwinkel. Zu einer guten Sehkraft gehört auch eine gut funktionierende Leber. Die für die Entgiftung nötigen Bausteine müssen wir also zufügen.
Carotinoide und Lutein bekommen wir gut aus dem ganzen Grüngemüse, Kohlsorten, Karotten. Wer eine ausgewogene Ernährung nicht schafft, muss zu Augenvitaminen greifen. Auch die ganzen dunkelroten Beeren sind wichtig, da sie wertvolle Anthocyane enthalten.

Kauen und Gymnastik fürs Auge ist wichtig!


Ja, es mag sein dass das Gemüse und das Obst an Nährwert verliert. Trotzdem sollten Sie regelmässig gedünstetes essen , auch mal zB Karotten kauen (mit guten Fetten) und nicht nur supplementieren.
Augengymnastik wie zB das Palmieren sind eine gute Ergänzung. Auch das bewusste Schielen und in die Ferne schauen oder einfach blinzeln helfen die Augenmuskeln zu stärken. Gähnen wird oft als etwas peinliches angesehen. Aber das Gähnen tut der Sehkraft gut! Unterdrücken sie es nicht.

Wie kann man in der Praxis helfen?

Wir können Abhilfe leisten, wenn der Darm noch nicht intakt ist und falls ein Defizit besteht die wertvollen Bausteine für die Enzyme der Leber vorerst per infusionem zufügen. Begleitend könne wir den Darm uns genauer vornehmen, Fehlbesiedelungen eliminieren , die Schleimhäute aufbauen und den Darm neu besiedeln. Gute ausleitende Methoden wie Baunscheidt, Schröpfen, Fußreflexzonenmassagen können auch Abhilfe leisten. Ich kann mit Ihnen auch eine individuell auf Ihre Konstitution angepasste Ernährung ausarbeiten.

Wenn Sie Fragen haben helfe ich Ihnen gerne!

Herzlichst

Öznur Acar

(Quellen: Sanum Post Nr 138
https://www.augentagesklinik-spreebogen.de/de/das-auge
Elvira Bierbach: Naturheilpraxis heute)

Die menschliche Konstitution

Menschen haben von ihrer Geburt an eine gewisse Grundkonstitution, die viel über vererbte Eigenschaften, Symptom-Neigungen und Schwerpunkte verrät. In meiner Praxistätigkeit profitiere ich sehr von der Erkenntnis davon. Es gibt drei verschiedene Grundkonstitutionen:
Die lymphatische Konstitution, die hämatogene Konstitution und die Mischkonstitution. Jede Konstitution hat auch seine Disposition . Dies kann man über die Irisdiagnose gut feststellen. (Über die Irisdiagnose habe ich in einem gesonderten Beitrag schon geschrieben.) Das Irisgewebe gehört zu den Bindegeweben. Durch die Feststellung der Konstitution und der dazugehörigen Disposition ist es möglich präventiv zu arbeiten und bevor überhaupt klinische Diagnosen festgelegt werden, können durch die Prävention die Manifestierung von bestimmten Symptomatiken unter Umständen verhindert werden. Manchmal zeigt sich die genetisch veranlagte Verankerung erst ab einem gewissen Alter. Vielleicht kennen Sie es ja selbst, dass sie plötzlich mit 35 oder 40 Jahren Allergiesymptome bekommen. Gewisse Triggerfaktoren spielen da auch oft mit.

  • Von der lymphatischen Konstitution  reden wir wenn es um Menschen mit überwiegend blauen Augen geht. Die Farbe kann natürlich, je nachdem welche Pigmentverfärbungen dominieren, bis ins grüne gehen. Auch innerhalb der lymphatischen Konstitution gibt es verschiedene Typen. Aber grundsätzlich haben Lymphathiker es gerne mit Störungen im Lymphsystem zu tun.  Erkrankungstendenzen wären generell chronische Katarrhe mit Endzündungen, Schnupfen und Verschleimung in Nasennebenhöhlen, Stirnhöhlen. Mittelohrendzündungen, Bindehautendzündungen , Lungen-und Nierenerkrankungen.
  • Von der Hämatogenen Konstitution reden wir wenn es um Menschen mit braunen Augen geht. Die Irisfarbe ist ein sattes braun. Die Leidensschwerpunkte solcher Patienten sind im hämatologischen Bereich. Also alles was mit dem Blut zu tun hat. Hiermit ist auch das Organ Milz betroffen, da sie für Blutabbau- und Mauserung zuständig ist.
  • Mischkonstitutionen liegen vor wenn ein Stomablatt blau und ein weiteres braun ist (zB wenn eines der Elternteile blauäugig und das andere Elternteil braunäugig ist). Hier liegen die Schwerpunkte im Leber-Galle Bereich. Auch gerne Verhärtungen, Geschwüre , Myome, Polypen. Je nachdem ob der lympathische Anteil oder der hämatogene Anteil dominiert können die Schwerpunkte im Falle eines Ungleichgewichtes variieren. Hier vermischen sich auch gerne die Symptomneigungen beider Konstitutionen.

Dies ist aus der Irisdiagnose gut ersichtlich und so habe ich die Möglichkeit individuell zu behandeln.

Was ich unbedingt betonen möchte:
Sattbraune Iriden begegnen uns auch in Westeuropa; nicht nur in Afrika oder unter Arabern. Genauso wie auch blaue Augen oder Misch-Iriden auch bei Arabern, Afghanen vorkommen können. Somit hat es in meinen Augen keinen Sinn Symptome nur auf gewisse Herkünfte und Ursprünge zu reduzieren. Da muss ein Ansatz her, der über Ethnien (fatalerweise wird oft das Wort Rasse genannt) – und Herkünfte hinwegsehen kann. Für mich ist wichtig wo der Grund der Problematik liegt und wie ich behilflich sein kann. Ich höre auch immer wieder von gewissen Kreisen, dass eine Durchmischung gewisser Ethnien nicht gut sei , da man auch die Schwächen erben könnte! Es ist längst passiert, meine lieben Leute. Die Durchmischung ist unumgänglich und ich sehe es als Bereicherung.

(theoretische Quelle:Rehwinkel/Wehse „Augendiagnose“- Uslarer Kreis
-Friedemann Garvelmann: Humoralmedizinische Praxis, Band 1)

Injektionen, Infusionen in der Naturheilkunde und ein idealistischer Gedanke am Ende

So mancher Mensch ist sehr abgeschreckt beim Thema Infusionen und Injektionen. Der primäre Gedanke ist: Krankenhaus, Notfall, chronische Krankheiten…
Doch immer mehr finden diese Methoden auch in der Naturheilkundepraxis halt. Auch wir nutzen es sehr gerne. Welche Vorteile haben diese Methoden? Warum injizieren wenn man doch Sachen oral einnehmen kann?
Es ist selbstverständlich für mich , dass wenn ich eine naturheilkundliche Empfehlung weitergebe dass der größte Teil oral einzunehmende Mittel sind. Für mich ist es auch sehr wichtig, den Betroffenen mit einzubinden ins Heilungsgeschehen, denn nur Sie selbst bewirken diese Heilung! Aber ich fahre eben gerne „zweigleisig“.
Naturheilkundler reden hier von Reaktionsstarren. Wenn Sie schon mal naturheilkundliche Sachen eingenommen haben und wenig bis gar keinen Erfolg hatten, dann werden Sie sicher verstehen was ich meine. Reaktionsstarren entstehen, wenn „das Faß irgendwann mal voll ist“. Was meine ich damit? Damit ist unter anderem auch die moderne Lebensweise gemeint. Umweltgifte; Fertigprodukte ohne Nährwert aber mit jede Menge unnützen Zusatzstoffen und vieles mehr.
Die körpereigenen Puffer-und Enzymsysteme können auf Dauer überlastet werden. Und das was der Körper aus diesem Grund nicht mehr ausscheiden kann, lagert er gerne im Bindegewebe ein. Es ist allerdings verblüffend zu sehen was der Körper alles aushalten kann. Er kann lange Zeit einiges stemmen. Doch irgendwann zeigen sich erste Symptome und man ist verwundert . Nun , in so einem Falle werden auch in unserer Heilkundepraxis Mittel verordnet die erstmal das Bindegewebe entlasten. Aber vorangeschlossene Kurz- Infusionen – idealerweise 1-2x pro Woche – mit naturheilkundlichen Mitteln , basischen Mineralien, für die Stoffwechsel-Enzyme wichtigen Cofaktoren , kurbeln das ganze nochmal an , und die oral einzunehmenden Mittel wirken auch effizienter.
Massive Nährstoffmängel – und da haben Sie richtig gehört, dass auch in unserer Wohlstandsgesellschaft da Defizite sind- können unkompliziert ausgeglichen werden.

Gerade weil das Thema gute Ernährung auf der Strecke bleibt und der Darm sehr darunter leidet, bieten Infusionen eine gute Möglichkeit den Magen-Darm Trakt zu umgehen und Nährstoffe auszugleichen. Bis durch richtige Maßnahmen der Verdauungstrakt regeneriert wird.
Es ist ein Paradoxon! Die Gesellschaft ist wohlhabender denn je, aber Nährstoffe fehlen. Gemüse und Obst hat stellenweise nicht den Nährwert wie ich es noch kenne von vor 35 Jahren aus Omas Garten. Und damals gab es diese Biozertifikate noch nicht einmal.
Und die Injektionen nutzen wir gerne in Form von Neuraltherapien. Hier können wir lokal Entlastung schaffen, indem an gewisse Triggerpunkte ein kleiner Reiz gesetzt wird; dafür muss man gar nicht so tief gehen. Unter die Haut genügt vollkommen. Vor allem wird dadurch die Lymphe wieder in den Fluß gebracht. Und eine starre, nicht mehr so gut fließende Lymphe ist ja eines der größten, verkannten Probleme, welches viele chronischen Leiden auch mitverursacht.

Was ist die langfristige Lösung?

Natürlich können wir nicht ständig nur supplementieren. Langfristig liegt die Lösung woanders. Vom Konsum weg; zurück zur Natur . Die Böden müssen sich verändern, die Artenvielfalt sich regenerieren. Idealerweise könnte Permakultur kultiviert werden. Das ist aber ein Ansatz der nicht nur ein Umdenken auf allen Ebenen erfordert und auch ein Verlassen der Komfortzone und der Bequemlichkeit. Es ist auch ein politisch brisantes Thema. Daher möchte ich es hier nicht so breittreten.

Die Bilder übrigens zeigen zwei verschiedenen Infuse. Eines geht durch die Vene und das andere über ihren Verdauungstrakt. Beides ist wichtig und beides hat seinen besonderen Platz. 
Immer wieder zu betonen:
Wir sehen uns stets als gute Ergänzung zu einer konventionell medizinischen Behandlung, falls Sie erforderlich sein sollte.