Chronischer Stress, Darmgesundheit, Funktionelle medizin, Hormone

Fatique und chronische Müdigkeit-Nicht nur ein Krebs-Symptom!


Das Fatigue Syndrom ist ein unspezifischer Symptomenkomplex bestehend aus chronischer Müdigkeit, Energielosigkeit trotz ausreichend Schlaf; sehr oft einhergehend mit Kopf und Gliederschmerzen, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, Depressionen und stellenweise sogar Allergien. Krebspatienten leiden häufig darunter. Aber mittlerweile weiß man dass es nicht nur ein Krebs-Problem ist.

►Wussten Sie dass auch Frauen mit Myomen und Endometriose ähnliche Symptome schildern? 

Das wird sehr häufig verkannt. Endometriose z.B ist auch eine Erkrankung die sehr lange Zeit nicht wirklich diagnostiziert werden kann. Viele Frauen durchlaufen eine Odysee von Arztbesuchen, bis der Sache mal ein Name gegeben werden kann.

Die Ursachen sind hauptsächlich hormoneller Natur; also häufig Ungleichgewichte der Östrogen-Progesteron-Achse die eher zugunsten einer Östrogendominanz verschoben ist. Und das wird verstärkt durch die klassischen Phänomene der heutigen Zeit: Stress, Fehlernährung, hormonartig wirkende Zusatzstoffe im Alltag.

Aus traditionell heilkundlicher Sicht sind es oft auch Frauen die zu Stauungen im kleinen Becken neigen.
Selbst bei den schlankesten Frauen, die einen total flachen Bauch haben konnte ich solche Anschoppungen durch den Klopfschall raushören bei der Untersuchung.
► Sehr häufig ist auch das Gemüt betroffen. Schweregefühl, melancholische Zustände sind nicht selten.



►Es handelt sich u.a. um chronische Stauungen der Durchblutung im kleinen Becken. Dass die Schleimhaut der Gebärmutter auch bestimmte Einheiten besitzt, die wichtig für den Energiehaushalt sind, übersieht man häufig sehr gerne. Diese Einheiten nennen sich Mitochondrien. Es ist eben davon auszugehen dass einfach die Mitochondrien, die kleinen und wichtigsten Energiefabriken unseres Körpers nicht mehr leistungsfähig genug sind.

Grund sind chronische Schäden der Stoffwechselprozesse die in den Mitochondrien ablaufen. Zum Einen erklärt es sich auch durch die Verschlackung des Bindegewebes. Auch dies wird gerne als Mythos abgetan. Aber man kann es tasten. Ein weiteres Problem ist die fehlgeleitete Stoffwechsellage in diesen kleinen Powerfabriken und die Bildung von aggressiven Radikalen, die wiederum weiterhin Schäden verursachen.
Verdacht auf Tumoren ist selbstverständlich akut abklärungsbedürftig. Auch Myome müssen regelmässig beobachtet werden.


Ausleitung und Entgiftung- Aber mit System!


►Sehr schnell redet man von Entgiftung , von Übersäuerung und davon dass man die Ausleitung ankurbeln sollte. Handelt es sich allerdings um ausgesprochene Mangelsituationen, müssen erstmal die Enzymsysteme in den Mitochondrien entsprechend versorgt werden mit den wichtigen, die Zellatmung wieder herstellenden Cofaktoren, Mikronährstoffen.

Auch eine Entgiftung erfordert ein gewisses Energielevel. Hier muss ich auch nochmal verdeutlichen dass der Körper ja selbst auch ohnehin schon ununterbrochen entgiftet. Nur braucht er eben auch dafür regelmässig notwendige Bausteine.

🌹

Kleine kritische Anmerkung zum Nachdenken:
Gebärmutter heisst in altgriechisch Hystera. Man redet immernoch von Hysterektomie, wenn zB die Gebärmutter entfernt werden soll (Ein Eingriff der in manchen Fällen Sinn macht, wenn Lebensgefahr in Sicht ist. Sehr oft schießt man immernoch zu schnell.) Wenn eine Frau mit entsprechenden Beschwerden sich meldet, dann stempelt man sie immernoch gerne als hysterisch ab. In der Tat hat die historische Bezeichnung auch mit dem Gemütszustand der Hysterie zu tun. Auch wenn man immer mehr von dieser Bezeichnung absieht, weil es abwertend wirkt, wird man als Frau dennoch gerne abgewertet oder belächelt. Daher auch die schwere Diagnosestellung bei Erkrankungen wie Endometriose
. Das darf und muss sich ändern!

(Bild: CanvaDesign/ Fitzkes, Getty Images)


Und was kann man tun?


Falls Sie auch entsprechende Symptome haben sollten, die länger als ein halbes Jahr bestehen, dann sollten Sie unbedingt ärztlich abklären. Sollte keine ernsthafte Erkrankung dahinter stecken, macht es Sinn therapeutischen Rat einzuholen. Es gibt vielerlei naturheilkundliche Möglichkeiten. Mängel können über ganzheitliche Blutanalysen herausgefunden und gezielt behoben werden. Wenn die Mängel behoben sind kann man die wichtigen Entgiftungsorgane- und Organsysteme wunderbar stützen.

🌹Die individuelle Konstitutionsanalyse ist sehr sinnvoll. So können wir die Thematik vorerst an der Basis unterstützen.

🌹Bei Myomen oder Stauungen im kleinen Becken kann man ganz gut neuraltherapeutisch unterstützen und die Hartnäckigkeit etwas mildern, denn wie bei allen Verhärtungen erfordern auch Myome etwas Geduld.

🌹Wie bereits erwähnt, befinden sich in der Gebärmutter auch Mitochondrien! Wir müssen unbedingt diese wichtigsten Energiefabriken aktivieren! Ich nutze da sehr gerne Infusionen, da es schnell und effizient hilft. Gerade wenn die Symptomatik so hartnäckig ist.

🌹Die hormonelle Sachlage könnten wir uns ansehen und daran arbeiten. Gute pflanzliche und erfahrungsheilkundliche Mittel , aber auch spagyrische Tinkturen, Teemischungen die zB Frauenmantel , Schafgarbe enthalten, helfen auch ganz wunderbar (gestagenartige Wirkweise!). Leider ist eine gravierende Folge auch die ungewollte Kinderlosigkeit. Auch bei dieser Thematik können wir positive Resultate erzielen.

🌹Der Darm muss unbedingt mitbearbeitet werden. Denn der Darm bestimmt das Hormongleichgewicht mit!

🌹Für das Nervensystem gibt es ganz gute Hilfsmittel wie Safranextrakt und Rosenwurz . Der Safran vor allem als Sonnenmittel, welches nicht nur die Sonne im Herzen wieder scheinen lässt sondern auch über die Bitterstoffe der Leber guttut.

Ernährung ist das A und O


🌹Was sie selbst auf jeden Fall tun können ist, die Ernährung umzustellen. Reduzieren sie tierische Nahrung und verzehren sie möglichst Gemüse und Obst. Gerade Kohlarten und alles was intensiv gefärbt ist sind wunderbare Basenbildner und gut für den Eisenhaushalt. Im Falle von Myomen weiß man dass die Monatsblutungen häufig intensiver sein können, was auch den Eisenhaushalt benachteiligt.

Übetriebenen Konsum von Milch- und Milchprodukten möglichst zu reduzieren wäre auch sehr wichtig, da Milchprodukte Wachstumsfaktoren für Kälber enthalten. Diese bewirken eher ein Wachstum von Myomen und Schokoladenzysten.

Greifen sie eher zu Kartoffeln als zu Nudeln und anderen Kohlehydraten. Bauen sie immer mehr besondere Gewürze in die Ernährung ein, wie zB Curcuma, Ingwer. Verzehren sie Nüsse.

Die Ernährung nach ihrer individuellen Konstitution auszurichten ist auch sehr wichtig!

Vergessen sie aber eines nicht:


Alles was wächst, das nährt! Alles was nicht wächst, hat keinen Nährwert



🌹Sanft zu sich selbst zu sein.
Selbstfürsorge ist wichtig! Oft in die Natur, in den Wald zu gehen tut gut, denn im Wald riecht man die angenehmen Duftstoffe, die sich auch positiv auf die Hormone und das Gemüt auswirken.


Denken sie daran dass Erkrankungen wie zB Krebs eine sehr lange Vorlaufphase haben und unter Umständen Jahre oder Jahrzehnte vorher schon beginnen! Übernehmen sie Verantwortung für sich und ihre Gesundheit.
Ich helfe Ihnen gerne.


Quellen:
-deutsche-fatique-gesellschaft.de
-docchekflexicon.de

Beitragsbild: CanvaDesign/Tadamichi, Getty Images

Chronischer Stress

Der Vagusnerv- der heilsame Anteil unseres Nervensystems

Ich schreibe heute diesen Blog zu diesem Thema weil ich es selber auch sehr gut kenne aus meinem Leben. Sehr lange hatte mich der sogenannte sympathische Ast des vegetativen Nervensystems oder der „aufsteigende Ast“ des Vagusnervs dauerhaft unter Kontrolle. Mein damaliger Philosophie Lehrer aus meinem Gymnasium in Istanbul sagte mal zu mir:
„Mädchen, dein sympathisches System ist der Wahnsinn! Du reagierst wie eine Thermometerskala auf Geschehnisse!“
Auch heute noch habe ich das in mir.
Klingt ja erstmal gut.
Es ist wichtig in gewissen Situationen auf „Flucht-und Kampfmodus“ zu stehen. Auf dem Bild sehen Sie einen altertümlichen Säbelzahntiger. Die Urmenschen hatten eher- was Stress anbelangt- mit solchen Bedrohungen und Ängsten zu tun. Sie mussten „überleben“! Und in manchen Fällen schafften sie es eben nicht.
Dieser Urimpuls steckt immernoch in uns!
Nur die Säbelzahntiger“ der modernen Zeit sind eher anderer Qualität. Chronische Überlastung in der Arbeitswelt und der Leistungsgesellschaft; mit allem was dazu gehört und vieles mehr.

(Bild: über Canva Design)

Der Antreiber Sympathikus soll auch gut funktionieren in manchen Situationen, in denen Stress angebracht ist.
Der Gegenspieler ist der Parasympathikus, der für Entspannung, Relaxen usw zuständig ist.Wenn der sympathische Teil des vegetativen (sogenannten unwillkürlichen Nervensystems) dauerhaft aktiv ist dann kann es sehr anstrengende Folgen haben für uns. Stellen sie sich vor dass in ihrem Körper ständig Stresshormone produziert werden, die die Abwehr heruntersetzen; Hormone die die Gefäße zusammenziehen ununterbrochen ausgeschüttet werden. Ich denke dass man sich den Rest ausmalen kann. Auch in Momenten in denen wir offenbar keine Gründe für Stress hätten aktiviert unterbewusst ein gewisser Teil in uns dennoch den sympathischen Ast.
Hinter diesem grandiosen System steckt ein Areal unseres Gehirnes, welches das Unbewusste, unsere Emotionen kontrolliert. Das ist das limbische System. 
Das vegetative Nervensystem ist deutlich älter als das zentrale Nervensystem und es ist ein System welches nicht unserer Willkür unterliegt. Und genau hier ist oft das Problem.
Dem limbische System unterliegt der Mandelkern, die Amygdala. Hier sitzen alle unsere Ängste die aus alten Erfahrungen, Niederlagen, unschönen und stressigen Situationen gebildet worden sind. Diese Ängste sitzen im Unterbewussten tief fest, sodass in gewissen Situationen, z.B. meist Situationen in denen wir die Komfortzone verlassen, plötzlich dies einspringt. Keine Frage, es möchte uns schützen. Doch tut es dies natürlich nicht. Im Gegenteil: es hält uns und unsere Entwicklung eher auf.

Doch nun zurück zum vegetativen Nervensystem:
Der grösste Nerv dieses Systems ist der Vagusnerv; der X. Hirnnerv. Er entspringt aus dem Gehirn. Durch das verlängerte Rückenmark tritt er durch ein Loch in der Schädelbasis aus -gemeinsam mit Halsschlagader und Vene- läuft am Kehlkopf, den Stimmbändern vorbei indem er eine kleine Schleife macht als sogenannter Recurrens-Nerv (daher auch der Name->von „rückläufig“) und verläuft – direkt an der  Speiseröhre –  sehr nah bei Lunge und Herz durchs Zwerchfell. Feine Äste versorgen die Organe der Verdauung im Bauchraum fast bis zum Rektum.
Dieser Nerv heisst auch vagabundierender Nerv.
Sie sehen also dass auch eine gesunde Herzfunktion von einem gut und ausgeglichen reagierenden Vagus-Nerv abhängt.

(Bild:Canva Design)



Allerdings ist es nicht so dass wir ständig im Relax-Modus sein müssen. Im Gegenteil! Der Vagusnerv braucht auch einen gewissen Tonus, eine Spannung! Grundsätzlich brauchen wir auch regelmässig anregende Impulse! Sonst verweilen wir ja auch ständig in einem zu bequemen Trott, suchen keine Entwicklung und keine Herausforderung mehr.
Eine Gitarre dessen Saiten nicht ausreichend gespannt sind oder eine Djembe dessen Fell keine Spannung hat geben auch keine guten Töne von sich.

Aber es ist eben auch wichtig regelmäsig für die Entspannung – bzw die Aktivierung des Vagusnerves –  zu sorgen.

Und nun zurück zum kleinen Taktgeber-Biest , die Amygdala, der Mandelkern (siehe Bild unten) :
Wir können- so wie es zB die Yogis auch beherrschen- diesen Kern in wichtigen Situationen deaktivieren bzw dafür sorgen dass er allmählich kleiner wird.

(Bild: über Canva Design)


Denn Sie kennen sicher auch Situationen in denen sie sich eine Aktion vornehmen und plötzlich bekommen sie nahezu Schweißausbrüche. Oder kommen nicht zum Zuge weil Sie sich blockiert fühlen; es gelingt nicht. Hier springt der Mandelkern ein, weil es die alte Erfahrung gespeichert hat.

Es gibt ganz gute naturheilkundliche-bzw erfahrungsheilkundliche Möglichkeiten. Zum Beispiel aus der Spagyrik empfehle ich da gerne rhythmisierende Mittel, die ein aus dem Takt geratenes Vegetativum wieder harmonisieren kann.
Die Passionsblume- man sieht es auch an der Signatur, die wie ein Uhrwerk aussieht- harmonisiert aus dem takt geratene Systeme ganz wunderbar. Aber auch Mittel aus der Antroposophie, die den Mandelkern bearbeiten können. Und zu guter Letzt meine Lieblinge, die Teemischungen. Allein schon die Zubereitung bindet uns ein in ein Ritual. 
Erdende Rituale sind auch sehr wichtig.
Meditation, sich der Ursache bewusst werden und entsprechendes Ein-und Ausatmen und überhaupt auch tiefes Atmen – bis in den Bauch.

Die heilsame Kraft des vagabundierenden Nerves können wir jederzeit nutzen. Wir müssen es nur üben.



Was man auf körperlicher Ebene noch begleitend tun kann

In akuten Stress-Situationen, die eher langfristig durch chronische Problematiken entstanden sind, habe ich gute Erfahrungen mit Aminosäuren gemacht. Am liebsten sind mir die Infusionen, da so sehr schnell und effektiv geholfen werden kann. Ich wähle die Mischung- nach einem ausführlichem , klärenden Gespräch- sorgfältig aus.
In ganz hartnäckigen, verzahnten Situationen, gibt es die Möglichkeit neuraltherapeutisch zu arbeiten. Nicht zu vergessen sind hier die B Vitamine. Eine intramuskuläre Spritze macht einen guten Depoteffekt.

Wenn Sie betroffen sein sollten, helfe ich Ihnen gerne!

Quellen:
-Docchek Flexikon
-Natur und Heilen : Ausgabe vom Dezember2019

-Beitragsbild/Canva Design/ Science Photo Library)

Darmgesundheit, Hormone

Was Ihr Darm mit einem ausgewogenen Hormonhaushalt zu tun hat

Wieder einmal geht es um den Darm und er ist der Star. Aber es ist einfach unumgänglich. Der Darm ist nun mal der Dreh-und Angelpunkt der meisten Probleme. Die Wissenschaft hat da einiges entdeckt und ist immer noch am Entdecken.
Der Darm bestimmt, welche Nahrungsbestandteile aufgenommen und was genau ausgeschieden werden sollte. Das Mikrobiom reguliert sogar unser Gewicht, spielt eine große Rolle bei Stoffwechselerkrankungen und auch Übergewicht. Es kommuniziert mit dem Gehirn, greift in die Immunabwehr ein. Der Darm produziert auch selbst eine Reihe von wichtigen Hormonen wie zB Dopamin und Serotonin. Und wissenschaftliche Untersuchungen zeigen , dass der Darm auch Einfluß hat auf den Hormonhaushalt.

(Bild: Canva Design/ Somkiat Fakee GettyImages)

Gute und böse Östrogene?

Gibt es so gesehen erstmal nicht.
Frauen besitzen drei wichtige Grundtypen von Östrogenen, die unterschiedlich intensiv wirken. Es ist eben nur so, dass manche Östrogene schlechte Hormonwirkungen aktivieren können wie zB Brustkrebs.
Hier spielen viele Faktoren mit. Vor allem die genetische Veranlagung und auch die Lebensführung .
Bei Frauen wird laut Studien der Östrogenhaushalt auch vom Darm mitgesteuert.
Ist der Darm intakt und weist eine gesunde Funktion auf, dann befinden sich genau die richtige Anzahl von gewissen, im Östrogenhaushalt wichtigen Enzymen im Darm und der Östrogenhaushalt ist ausgewogen. Ist das nicht der Fall, dann wird es zu einer Über -oder Unterversorgung mit Östrogenen kommen. Gerade in der heutigen Zeit, in denen auch schon junge Frauen mit Östrogendominanzen zu tun haben , muss das Augenmerk auch auf den Darm gerichtet werden. Vor allem weil wir auch durch die Umwelt sehr viel Stoffe aufnehmen, die östrogenartig wirken. (Plastikverpackungen, „Coffee-to-go“-Becher, Mikroplastik in Kosmetika uvm). Nicht selten entstehen dann Folgeerkrankungen wie Endometriose, Myome. Die Darmsanierung ist primär wichtig.

Auch in der Menopause wichtig!

In der Menopause sinkt die Östrogenproduktion. Und dennoch hat man es (beginnend mit der Perimenopause ) vor allem in den Anfängen der Menopause, mit Östrogendominanzen zu tun.

Ein Widerspruch?

Sieht erstmal so aus; ist es aber nicht!

Schauen wir uns erst einmal einen gravierenden Grund für Östrogendominanzen an:

Weil in den Eierstöcken weniger Östrogene produziert werden, bekommt das Gehirn ein entsprechendes Feedback. Die Produktion wird dadurch eher angefeuert, sodass Frauen in den Wechseljahren im Schnitt mehr Östrogene haben als Frauen im gebärfähigen Alter. Das follikelstimmulierende Hormon, welches für die Eizellbildung zuständig ist, ist in den Anfängen der Menopause erstaunlich hoch in den Blutwerten. Es werden zwar kaum mehr Eizellen produziert, aber sie werden dennoch zum Wachstum angeregt (!). Das schafft erstmal Chaos; auch was das Feedback zum Gehirn betrifft. Sinken tut der Östrogenspiegel aber erst weit in den fortgeschrittenen Jahren der Menopause.

►Es gibt auch einen evolutionären Grund:
Unser limbisches System im Gehirn hat sich von der Natur abgeschaut, dass Pflanzen, die verblühen, sterben. Das hat es offenbar gespeichert! Unterbewusst lauert die Message, „dass die Frau bedroht ist, wenn weniger Hormone produziert werden und die Gebärfähigkeit allmählich sinkt!“. Was natürlich Unsinn ist. Aber das ist die latente Angst, die dazu führt, dass die Hirnanhangdrüsen die Östrogenproduktion anfeuern. Es läuten sozusagen die Alarmglocken im Unterbewussten!

Bedauerlicherweise aktivieren manche Östrogene die schlechten Hormonwirkungen. Wenn wir dann einen Überschuß haben (und in vielen Fällen sind es genau diese Östrogene!), dann muss man das im Auge behalten.

►Verstärkt wird die Östrogendominanz durch weitere folgende Faktoren:

1) Stress
Ich denke, dass zu diesem Thema ausreichend oft geschrieben und diskutiert wurde.
2) Xenoöstrogene, oder besser gesagt „östrogenartig wirkende Stoffe “ , die wir durch Umweltgifte zu uns nehmen.
3) Übergewicht, da Fettzellen nicht nur Östrogene produzieren können, sondern auch Androgene in Östrogen umwandeln.

(Bild: CanvaDesign) Die Menopause ist keine Krankheit, sondern eine wichtige Lebensphase, die als Bereicherung gesehen werden sollte.

Hilfe in der Praxis

Ich schaue mir Ihren Status genauer an. Wenn nötig, leiten wir auch gerne. Darmfloraanalysen ein und sehen uns Ihren Hormonstatus an. Wenn Ihnen Nährstoffe fehlen sollten , wird erstmal aufgefüllt, was fehlt. Hierzu nutze ich gerne die Effizienz der Infusionen und der Injektionen. Sie wirken am besten, wenn der Darm nicht sehr intakt ist.

Natürlich muss man hier alle Organe und Organsysteme, die dazugehören, mit einbinden in eine gute Behandlung. Da gehören Leber,Galle und Pankreas (mit Milz und Magen) und aber auch das Lymphsystem dazu.

Der Körper muss es schaffen, die Lücke zu kompensieren, die durch das Ausbleiben der Regelblutung entsteht, sodass die Beschwerden abklingen und der Leidensdruck gelindert wird. Und da gehört der Darm einfach dazu. Wie bereits beschrieben , spielt er ja auch noch eine zentrale Rolle im Hormonhaushalt!

Gerade in den Anfängen der Menopause, in denen der Anteil gewisser Östrogene oft gerne erhöht ist, ist es wichtig, erstmal den Darm genauer unter die Lupe zu nehmen. Es gibt sogar ein sogenanntes „Östrobiom“, welches den Östrogenhaushalt mitbestimmt.

Dann folgen Ausleitungen mit sanften Mitteln der Erfahrungsheilkunde, sodass wir dann anschliessend und den Grundthemen widmen können.

Und die Sicht der traditionellen Naturheilkunde dazu!



Ich berücksichtige auch Ihre angeborene Konstitution und unterstütze auch diese Aspekte mitsamt einer individuellen Ernährungsempfehlung, die zu Ihnen passt. Falls nötig ist die letzte Instanz auch eine Rücksprache mit dem Frauenarzt/Ärztin, ob nicht eine bioidentische Hormonbehandlung sinnvoll wäre. Aber vorerst werden wir dem Darm besonderes Augenmerk schenken, da wir ja nicht möchten , dass vermehrt von denjenigen Östrogenen produziert wird, die eventuell schlechte Wirkungen aktivieren könnten.
►Gerade was Krebs und die Neigungen dazu betrifft, hilft uns die genaue Analyse der Konstitutionen und der Temperamente sehr gut und kann einer undschönen, klinischen Diagnose zuvorkommen.


(Quellen:https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Beeinflusst-das-Mikrobiom-auch-Hormone-254219.html
-https://www.mybioma.com/de/blog/mikrobiom-und-hormone/)

(Beitragsbild: CanvaDesign/Katleho, Seisa Getty Images)

Allgemein

Injektionen, Infusionen in der Naturheilkunde und ein idealistischer Gedanke am Ende

(Bild:Canva Design/Der_Baertige; Getty Images)

So mancher Mensch ist sehr abgeschreckt beim Thema Infusionen und Injektionen. Der primäre Gedanke ist: Krankenhaus, Notfall, chronische Krankheiten…
Doch immer mehr finden diese Methoden auch in der Naturheilkundepraxis halt. Auch wir nutzen es sehr gerne. Welche Vorteile haben diese Methoden? Warum injizieren wenn man doch Sachen oral einnehmen kann?
Es ist selbstverständlich für mich , dass wenn ich eine naturheilkundliche Empfehlung weitergebe dass der größte Teil oral einzunehmende Mittel sind. Für mich ist es auch sehr wichtig, den Betroffenen mit einzubinden ins Heilungsgeschehen, denn nur Sie selbst bewirken diese Heilung! Aber ich fahre eben gerne „zweigleisig“.
Naturheilkundler reden hier von Reaktionsstarren. Wenn Sie schon mal naturheilkundliche Sachen eingenommen haben und wenig bis gar keinen Erfolg hatten, dann werden Sie sicher verstehen was ich meine. Reaktionsstarren entstehen, wenn „das Faß irgendwann mal voll ist“. Was meine ich damit? Damit ist unter anderem auch die moderne Lebensweise gemeint. Umweltgifte; Fertigprodukte ohne Nährwert aber mit jede Menge unnützen Zusatzstoffen und vieles mehr.
Die körpereigenen Puffer-und Enzymsysteme können auf Dauer überlastet werden. Und das was der Körper aus diesem Grund nicht mehr ausscheiden kann, lagert er gerne im Bindegewebe ein. Es ist allerdings verblüffend zu sehen was der Körper alles aushalten kann. Er kann lange Zeit einiges stemmen. Doch irgendwann zeigen sich erste Symptome und man ist verwundert . Nun , in so einem Falle werden auch in unserer Heilkundepraxis Mittel verordnet die erstmal das Bindegewebe entlasten. Aber vorangeschlossene Kurz- Infusionen – idealerweise 1-2x pro Woche – mit naturheilkundlichen Mitteln , basischen Mineralien, für die Stoffwechsel-Enzyme wichtigen Cofaktoren , kurbeln das ganze nochmal an , und die oral einzunehmenden Mittel wirken auch effizienter.
Massive Nährstoffmängel – und da haben Sie richtig gehört, dass auch in unserer Wohlstandsgesellschaft da Defizite sind- können unkompliziert ausgeglichen werden.

Gerade weil das Thema gute Ernährung auf der Strecke bleibt und der Darm sehr darunter leidet, bieten Infusionen eine gute Möglichkeit den Magen-Darm Trakt zu umgehen und Nährstoffe auszugleichen. Bis durch richtige Maßnahmen der Verdauungstrakt regeneriert wird.
Es ist ein Paradoxon! Die Gesellschaft ist wohlhabender denn je, aber Nährstoffe fehlen. Gemüse und Obst hat stellenweise nicht den Nährwert wie ich es noch kenne von vor 35 Jahren aus Omas Garten. Und damals gab es diese Biozertifikate noch nicht einmal.
Und die Injektionen nutzen wir gerne in Form von Neuraltherapien. Hier können wir lokal Entlastung schaffen, indem an gewisse Triggerpunkte ein kleiner Reiz gesetzt wird; dafür muss man gar nicht so tief gehen. Unter die Haut genügt vollkommen. Vor allem wird dadurch die Lymphe wieder in den Fluß gebracht. Und eine starre, nicht mehr so gut fließende Lymphe ist ja eines der größten, verkannten Probleme, welches viele chronischen Leiden auch mitverursacht.

Was ist die langfristige Lösung?

Natürlich können wir nicht ständig nur supplementieren. Langfristig liegt die Lösung woanders. Vom Konsum weg; zurück zur Natur . Die Böden müssen sich verändern, die Artenvielfalt sich regenerieren. Idealerweise könnte Permakultur kultiviert werden. Das ist aber ein Ansatz der nicht nur ein Umdenken auf allen Ebenen erfordert und auch ein Verlassen der Komfortzone und der Bequemlichkeit. Es ist auch ein politisch brisantes Thema. Daher möchte ich es hier nicht so breittreten.

Die Bilder übrigens zeigen zwei verschiedenen Infuse. Eines geht durch die Vene und das andere über ihren Verdauungstrakt. Beides ist wichtig und beides hat seinen besonderen Platz. 
Immer wieder zu betonen:
Wir sehen uns stets als gute Ergänzung zu einer konventionell medizinischen Behandlung, falls Sie erforderlich sein sollte.

(Beitragsbild: Canva Design/Lifestock)

Darmgesundheit, Hormone, Phytotherapie, Traditionelle Naturheilkunde/4Säftelehre/Konstitutionsmedizin

Die Schilddrüse-kleiner Schmetterling mit großer Funktion! 

Immer mehr begegnen mir in der Praxis Schilddrüsenfehlfunktionen. Sehr oft mit ganz untypischen Antlitz-Zeichen und Bildern. Deswegen hatte ich ein ganz großes Bedürfnis dieses Thema in Form eines Blogs zu erwähnen. Vorerst ein kleiner Exkurs in die medizinischen Details.

(Bild: Canva Design: Iryna Zastrozhnova; Getty Images)


 
Die Schilddrüse ist eine Hormondrüse. Eines der wichtigsten Organe des Körpers und wichtigste, sogenannte Feedback-Drüse des endokrinen Regelkreises. Der Körper regelt die Mengen der zu produzierenden und in die Blutbahn zu sezernierenden Hormone ständig selbst, indem er durch die im Blut bestehenden Hormonmengen einen Ist-Sollwert ermittelt. Alles ist in einem engen Zusammenhang! Sexualhormone, Schilddrüsenhormone, Insulinhaushalt. Alles wird über die selbe Hirnanhangdrüse geregelt. 

Jetzt schweifen wir ganz kurz ab um Ihnen die ganzheitlichen Zusammenhänge etwas näher bringen zu können, ohne Sie mit Fach-Jargon zu nerven:  

Embryologisch entwickelt die Schilddrüse sich als Aussprossung aus dem Kopfdarm im Rachenbereich.Was ist denn der  Kopfdarm fragen Sie sich jetzt? Etwa ab dem 23.Tag der Embryonalentwicklung bildet sich das Darmrohr, welches die Grundlage für die Bildung des gesamten Magen-Darm-Traktes bildet; inklusive der Organe wie Leber und aber auch Lunge!
►Merken sie etwas? Können Sie sich jetzt auch in Symptomen Zusammenhänge zwischen zB Lunge und Darm vorstellen?
Der Kopfdarm ist eben der obere Teil des Verdauungtraktes; da gehören Mundhöhle und Rachenraum und aber auch die Schleimhäute der Nasenhöhle dazu. Daher auch der Zusammenhang der Darmschleimhäute und der Schleimhäute der Nasennebenhöhlen, Stirnhöhlen.
Auch das Gehirn hat sich im Laufe der Evolution aus dem Verdauungstrakt gebildet. Zuallererst bildeten sich offensichtlich die Nervenzellen des Verdauungstraktes und daraus entwickelte sich dann das Gehirn.
Im Embryo ist es dann so dass die Schilddrüse ihre Position in der 7. Embryonalwoche einnimmt;  als Ausstülpung des Kopfdarmes.
Wir reden in der ganzheitlichen Heilkunde gerne von der Hirnanhangsdrüsen-Schilddrüsen-Nebennieren-Darm-Achse.
In dieser Achse gilt es alle einzelnen Stationen zu beachten. Auch im Sinne eines gut strukturierten Behandlungskonzeptes.

Bild: Canva Design/Science Photo Library)

Die Sicht der Traditionellen Naturheilkunde



Die traditionelle Heilkunde betrachtet die Organe nicht einzeln, sondern sie betrachtet den Menschen stets als ein einziges System.
►Sie haben gewisse Anlagen die ihnen angeboren wurden. Diese Grundkonstitution gilt es zu unterstützen.
►Desweiteren sind für mich „die inneren Alchimisten“ sehr wichtig. Zuallererst sehe ich mir den Zustand dieser Kompartimente an.
Das ist der Magen, die Leber , die Niere. Die Alchemisten spielen eine wichtige Rolle, indem Fremdstoffe zu körpereigenen Nahrungsbausteinen gemacht werden. Im Falle der Schilddrüsenhormone sind es eben Aminosäuren, die ihre Basis bilden.
►Die Schilddrüse reguliert wichtige Vitalprozesse. Das Wärmeprinzip, welches ein sanguinisches Prinzip ist, wird auf die Organ- und Hormonebene übertragen. Wir achten darauf dass dieses Wärmeprinzip gut ausgewogen ist.

Somit macht es ganz großen Sinn genauere Laborwerte mit der empirischen Sichtweise der traditionellen Heilkunde zu kombinieren. So haben wir einen guten Leitfaden, an den wir uns halten können.

(Quellen: https://www.paracelsus.de/magazin/ausgabe/201504/der-verdauungstrakt

https://www.mdr.de/wissen/ist-der-darm-unser-zweithirn-100.html

https://flexikon.doccheck.com/de: Schilddrüse


Lecturio.de/magazin/magendarmtrakt-bronchialsystem/#entwicklung-des-magen-darm-trakts

wissenschaft-persönlich.ch/der-darm-steuert-das-gehirn-und-nicht-umgekehrt/
(Beitragsbild: Canva Design/pixelshot)

Friedemann Garvelmann; Humoralmedizinische Praxis Band1; Organlehre)