Schmerzen

Schmerzen aus traditionell heilkundlicher Sicht und Fallbeispiele

Gerade noch über Hormone geschrieben und heute geht es um Schmerzen.
Aber auch Hormone können das Schmerzempfinden beinflussen. Laut Studien ist das Schmerzempfinden bei Frauen etwas anders als bei Männern. Offensichtlich haben hier Östrogen und Progesteron eine Rolle und beeinflussen je nach Zyklusphase das Schmerzempfinden entsprechend. Und möglicherweise gibt es bestimmte Hormonkonstellationen, die vor Schmerzen schützen. Eine Forschungsarbeit von Dr. Christine Meyer-Frießem vom Berufsgenossenschaftlichen Universitätsklinikum Bergmannsheil. Auch Serotonin spielt eine Rolle. Menschen mit ausreichend Serotonin im Blut sind weniger schmerzempfindlich und „halten mehr aus“.

Als Frau kann man eventuell mal beobachten, ob Schmerzen sich zyklusabhängig ändern.

Schmerzen sind akute Warnsignale. Sobald sie aber chronisch werden, kann sich allmählich ein Schmerzgedächtnis entwickeln. Das heisst dass das Gehirn bei Schmerzen eine Rolle spielt. Es gibt Möglichkeiten, das Schmerzgedächtnis auszuschalten. Meist steckt da ein daueraktives sympathisches Nervensystem dahinter.

(Bild: Canva Design)


Sie wissen schon: Der berühmte Säbelzahn Tiger-Effekt der Steinzeit!


Das heisst, wenn wir es nicht schaffen den parasympathischen Ast regelmässig zu aktivieren, kann es dauerhaft Probleme geben.

Wenn man die traditionell heilkundliche Sicht nimmt, haben unterschiedliche Konstitutionen und Temperamente von Patienten auch unterschiedliche Gründe für Schmerzen.
Der lymphatisch geprägte Mensch (blaue Augenfarbe) wird Schmerzen eher wegen zu zäher und schlecht abfließender Lymphe bekommen; die Lymphgefäße dieser Konstitution sind auch nicht gerade sehr standhaft. Und in der Tat durfte ich das bei zwei Damen (höheres Alter) mit lymphathischer Konstitution (blaue Augenfarbe) beobachten. Meist waren die Schmerzen lokalisiert im unteren Rücken und ich konnte Verquellungen tasten. Meine Methode der Wahl, nicht nur den Lymphfluß zu aktivieren, sondern auch den Sympathikus auszuschalten ist die Neuraltherapie. Regelmässige Quaddelungen im schmerzhaften Bereich konnten dauerhaft Linderung schaffen. Ich hatte sogar das Gefühl dass dies auch das Schmerzgedächtnis positiv beeinflußt.

Kommen wir nun zu anderen Konstitutionen wie zB die hämatogene oder die Mischkonstitution. Hier werden wir Schmerzen eher aus anderen Ursachen heraus begegnen. Aber auch hier wird ein daueraktiver Sympathikus mitspielen. Nur müsste ich hier meine Mischung für die Neuraltherapie etwas verändern. Und aber auch den Patienten grundsätzlich anders behandeln als die lymphatischen Patient*Innen.

Verdachtsfälle werden selbstverständlicherweise erstmal ärztlich geklärt. Denn Schmerzen die schlimmer werden oder sich in der Qualität verändern sind für mich immer erstmal ein Fall für eine/n Arzt/Ärztin. Ansonsten kann man chronische Verlaufsformen wirklich gut naturheilkundlich begleiten.

Übrigens: Weil ich hier eher Frauen erwähnt habe heisst es nicht, dass Männer nicht behandelt werden.

Bei Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

(Quelle: https://www.thieme.de/de/naturheilverfahren/schmerzempfinden-hormone-beeinflussen
Docchek Flexikon

Elvira Bierbach/Naturheilkunde Heute)

Chronischer Stress, Schmerzen, Traditionelle Naturheilkunde/4Säftelehre/Konstitutionsmedizin

Chronische Schmerzen in der Naturheilkunde

Jeder von uns kennt Schmerzen. Treten sie einmal auf lenken sie alle Aufmerksamkeit und Energie auf sich. Da man meistens weiter funktionieren muss greift man zu schnellen Lösungen. Was auch kurzfristig mal Sinn machen kann. Nur in chronischen Verlaufsformen wird es problematisch.

Der Ort der Schmerzverarbeitung und Wahrnehmung ist das Gehirn.

Das Warnsignal kommt in der Regel aus dem Gewebe -bzw aus einem Teil des Gewebes welches sich nicht mehr im physiologischen Gleichgewichtszustand befindet.

(Bild:Canva Design/Yuri_arcurs; Getty images)

Es gibt spezielle Sensoren, die Nozizeptoren (das sind freie Nervenendigungen) die den Schmerz über das Rückenmark an die Großhirnrinde weiterleiten, egal ob es ein chemischer, thermischer oder mechanischer Reiz ist. Diese befinden sich überall: In der haut, im Muskel, Eingeweiden, Blutgefäße und Gelenke. Diese Schmerzrezeptoren gewöhnen sich nicht an bestehende Schmerzen, so dass der Schmerz dauerhaft ein Problem darstellen und Betroffene beeinträchtigen kann.

Was führt aber zu dieser Veränderung im Gewebe? Sehen wir uns die Gründe für Schmerzen an. Auch hier gehen seelische und körperliche Ursachen nahtlos ineinander über.

Arten von Schmerzen:

⇒Schmerzen die vom Körpergewebe aus kommen

►Somatischer Schmerz: Stammt auch Knochen, Gelenken, Haut, Bindegewebe und ist eher gut zu lokalisieren

Viszeraler Schmerz: Von inneren Organen stammend und oft schlecht lokalisierbar.

⇒Schmerzen die aus dem peripheren und aus dem zentralen Nervensystem kommen:

►Das periphere Nervensystem liegt ausserhalb des Wirbelkanals und des Schädels und besteht aus Hirnnerven und Spinalnerven. Es verbindet das Zentrale Nervensystem mit dem Effektororgan. (Motorik)

►Das zentrale Nervensystem liegt zwischen Gehirn und Rückenmark und kümmert sich um Reizweiterleitungen (Sensorik)

Hier unterteilt es sich in das unwillkürliche und das willkürliche NervensystemDas Unwillkürliche Nervensystem ist derjenige Teil den wir nicht steuern können. Beispielsweise der Herzschlag, das Atemzentrum, die Verdauung, die Sexualorgane und manche inneren Muskeln der Augen. Je nachdem ob wir gerade im Stress sind oder nicht wird das Sympathische oder das Parasympathische Nervensystem aktiv.

●Der Sympathikus ist in Stresssituationen, Fluchtreaktionen, Angst, Spannung, Unruhe aktiv. In dieser Phase kontrahieren sämtliche Gefäße und Muskeln und die Verdauung verlangsamt sich. Und die Durchblutung ist nicht gut gewährleistet.

(so kann man sich Auswirkungen von Dauerstress ausmalen)

●Der Parasympathikus ist in Entspannung aktiv.Die Gefäße und Muskeln relaxieren, die Verdauung arbeitet voll aktiv. Die Durchblutung ist gut gewährleistet.

Das Willkürliche Nervensystem ist durch unseren Willen steuerbar. Wie zum Beispiel Hand und Beinbewegungen, das Gehen, Tanzen uvm.

(Bild: Canva design/Science Photo Library)

Das zentrale Nervensystem ermöglichst uns die willkürliche Motorik, die uns wiederum eine entsprechende Anpassung an Umweltbedingungen ermöglicht und ist der Ort des bewussten und unbewussten Denkens.

Zentraler neuropathischer Schmerz: Zum Beispiel Phantomschmerzen oder Schädigungen im ZNS zum Beispiel nach einem Schlaganfall. Oder auch Fehlregulationen im sympathischen Nervensystem

Peripherer neuropathischer Schmerz: Zum Beispiel durch Diabetes verursachte Polyneuropathie,durch Alkoholabusus geschädigte Nerven, Nervenkompressionen oder auch Trigeminusneuralgien.

Ursachen von Schmerzen:

Physische Ursachen:
Unfall/ Verletzung:

Raumfordernde Prozesse :
wie zB Tumoren, Endzündliches:

– Reaktionsstarren ( Bindegewebe):
 In vielen Fällen haben wir es mit einer chronischen Ansammlung von Schlackenstoffen zu tun. Nicht abtransportierte Schlackenstoffe lagern sich im Gewebe an. Es fließt nichts mehr weiter, da es durch die Blockade zu einem Teufelskreis kommt. Das erzeugt eine Reaktionsstarre. Und dies führt irgendwann mal zu Schmerzen.

Fehlstellungen im Bewegungsapparat: Oft sind Ursachen von Schmerzen mit einer Abweichung der Wirbelsäule von der idealen S Form verbunden. Entweder ist es ein Beckenschiefstand oder gar eine Skoliose, also seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule. Das Kann bis zur Halswirbelsäule sich verlagern. So mancher chronischer Kopfschmerz oder gar Migräneproblematik kann dadurch verursacht oder verstärkt werden. Oder aber auch wenn Atlas und Axis nicht gut aufeinandersitzen.

Im Kopf/Nackenbereich zähe Lymphe: Wenn das Lymphsystem vor allem im Kopfbereich belastet ist. Zum Beispiel durch Zahnherde, Feinstaub , irritierte Schleimhäute .Da kann sich schonmal im Nacken/Schlüsselbeinbereich die Lymphe richtig verhärten. Was dann zu Dauerverspannungen und Schmerzen führen kann.

Seelische Ursachen:

(Bild:Canva Design/dimaphotoberlin)

Der Schmerz kann auch ein Hinweis sein auf Starre in gewissen Lebensbereichen. Zum Beispiel nicht angesprochene Konflikte in einer Partnerschaft, ein Job der uns nicht erfüllt, Pflichten die wir uns aufladen und die nicht zu unserer Persönlichkeit passen. Nicht aktiv seine Rolle ausleben können und ständig „zu kurz kommen“, nicht zum Zuge kommen können.

Auch hier gehört wieder eine ganzheitliche Betrachtungsweise dazu. Und hier möchte ich mal wieder das Thema Leber erwähnen. Leber, das Organ der Abgrenzung, der Lebensfreude. Raus aus der Introvertiertheit, Isoliertheit in die Entspannung. Mehr soziale Kontakte statt Cybermedien.

Auch diese ganze Fülle an Informationen um uns herum, die uns manchmal überfordert uns. Man ist „genervt“, „Fertig mit den Nerven“. Besonders auch Halswirbelsäulen Probleme sind ein Zeichen der Überforderung. Schmerzen im Rücken, der Lendenwirbel sind Hinweise auf evtl. zu schwaches Rückrad. Nicht gerade stehen können für etwas was uns viel bedeutet. Der Sakralbereich, der der Sitz des Wurzelchakras ist, hat oft mit Ängsten zu tun. Vor allem der Psoasmuskel und ihn betreffende Schmerzen.

Schmerzen im Kopfbereich:

Migräne:

Immer wieder rezidivierende Kopfschmerzen; meist halbseitige Anfälle und gelegentlich auch mit vegetativen Symptomen wie Übelkeit und Erbrechen. Frauen sind häuiger betroffen als Männer. Die Ursachen sind nicht wirklich geklärt und es gibt viele Thesen. Häufige Auslöser sind Alkohol, Tyramin-haltige Nahrungsmittel wie Schokolade, gewisse Käsesorten, Rotwein , aber auch Medikamente, drückendes Wetter, Lärm, Menstruation und sonstige hormonelle Veränderungen.

Hier spielt allerdings der Neurotransmitter Serotonin eine große Rolle. Die Kopfschmerzen können Stunden bis Tage dauern.

Migräne ohne Aura: Ist die klassische Migräne mit Begleiterscheinungen wie Übelkeit und Erbrechen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit

Migräne mit Aura: Hier kommen neurologische Ausfälle dazu wie zB Sehstörungen, Lähmungen, Sensibilitätsstörungen.

Naturheilkundliche Möglichkeiten um Migräne begleitend zu behandeln:

►Die Einnahme von qualitativ hochwertigen Mikronährstoffen hat sich bewährt. Vor allem hochdosiertes, gutes , als organische Verbindung vorliegendes Magnesium.

►Vermeiden von Tyramin-haltigen Nahrungsmitteln wie zB gewisse Käsesorten, Rotwein, Schokolade. So gemein es auch klingen mag, macht es Sinn, Triggerfaktoren ausfindig zu machen und zu eliminieren.

►Darmflora-Sanierung: Es wirkt sich eine gesunde Darmflora auch pozitiv aus auf den Neurotransmitterhaushalt. Man sehe sich die strukturelle Ähnlichkeit von Darm und Hirn an.

►Leber/Galle-System entlasten: Eine Sanierung hier macht Sinn.

►Phytotherapie: Je nach Situation und Individualität zusammengestellte gute Teemischungen.

►Manuelle und invasive Verfahren: auch Fehlstellungen im Bewegungsapparat; vor allem der Halswirbelsäule, können sich negativ auswirken. Neuraltherapien können hier auch Entlastung schaffen.

►Hier kann man auch die chinesische Medizin mit einfügen. Leberpunkte auf dem Lebermeridian zu bearbeiten macht hier Sinn. zB der Punkt Le3 am linken Fuß. Es reiht sogar wenn man ihn paarmal drückt und massiert. Die, auf den Kopfbereich konzentrierte- Energie kann abgeleitet werden.

Chronischer Spannungskopfschmerz und Halswirbelsäulen-Kopfschmerz

Chronischer, immer wieder kehrender Kopfschmerz ( ca. alle 2 Wochen, mindestens 6 Monate lang). Ist wahrscheinlich erblich bedingt, aber auch durch dauerhafte Verspannungen und Gelosen (=knubbelartige Verhärtungen) der Schulter/Nacken Muskulatur, die wiederum durch die erniedrigte Schmerztoleranz bedingt ist. Es ist ein eher dumpfer Schmerz, der im ganzen Kopf zu spüren ist. Auch hier sind Begleiterscheinungen möglich.

Der Halswirbelsäulenkopfschmerz ist durch Fehlstellungen , Störungen im HWS Bereich bedingt.

Naturheilkundliche Behandlungsmöglichkeiten:

Schröpfen und Baunscheidtieren

►Massagen

► Magnesiumeinnahme

►Phytotherapie, Homöopathie uvm

►Entspannungstechniken

►Gesprächstherapien

► Neuraltherapien:durch die lokale Injektion entspannt sich oft das sympathische Nervensystem auch lokal.

►Manuelle Therapien

►Haltungsfehler korrigieren: ergonomische Stühle für die Arbeit uvm

Trigeminusneuralgien:

Das sind Schmerzen im Kopfbereich die den 5.Hirnnerv, den Trigeminusnerv , betreffen. Dieser Nerv hat drei Austrittsöffnungen. Drei Äste hat dieser Nerv. Einer tritt aus der Augenhöhle oberhalb des Auges (direkt unter der Augenbraue) aus und die weiteren zwei äste am Ober-und am Unterkiefer. So versorgt der Trigeminusnerv verschiedene Areale des Gesichtes.

Schmerzen bezüglich dieses Nerves treten eigentlich eher bei vorgeschädigten Patienten auf, wie zB MS Patienten, Tumorpatienten oder sonstigen Endzündungen im Hirnstamm. Schuld scheint eine Kompression des betroffenen Nerves zu sein. Aber auch Virusinfekte wie Gürtelrose oder bakterielle Infekte wie Borreliosen können eine Rolle spiele.

Naturheilkundliche Behandlungsmöglichkeiten:

(Bild:Canva design)

►Homöopathische Komplexmittel

►Phytotherapie

►Neuraltherapien

►Mikronährstoffe

Schmerzen am Rumpf; obere und untere Extremitäten:

►Hier muss abgeklärt werden ob es ein lokaler oder ausstrahlender Schmerz ist, der von Organen ausgeht wie zB Lunge, Herz, Brust (Mammakarzinomverdacht) vor allem bei Schulterschmerzen und Schmerzen im oberen Rückenbereich.

►Schmerzen im mittleren Rückenbereich sollten auch die Aufmerksamkeit auf Nieren lenken wenn zB Flankenschmerz besteht.

►Auch Knochenschmerzen die ihre Ursache im Knochenmark haben.

►Nerventests machen auch Sinn, um zu sehen, ob das Nervensystem an sich betroffen ist. Auch chronisch endzündliche Erkrankungen wie zB Rheuma, oder Folgen von Scharlacherkrankungen, eitrigen Angina Erkrankungen können mitspielen.

►Im Sakralbereich unbedingt gynäkologische Krankheiten abklären; hier sitzen nämlich die Genitalzonen. Schmerzen im Sakralbereich können ganzheitlich gesehen auch ein Hinweis sein auf Konflikte mit dem Thema Sexualität.

►Dann gibt es noch Muskelschmerzen. Meist hilft es den Muskel zu stärken durch sportliche Betätigung, Bewegung, Yoga. Festzustellen wo Fülle und Leerezustände herrschen (über den Rücken) und diese auszugleichen ist auch hilfreich.

►Mechanische Ursachen sind eine Fehlstellung im Bewegungsapparat.Meist sind auch falsche Sitzgewohnheiten, schlechtes Schuhwerk, unergonomische Taschen mit Schuld. Auch ein anatomisch nicht angepasstes Bett kann Schwierigkeiten machen. Harte körperliche Arbeit, die Abnutzungen mit sich bringt.

Auch hier kann sanfte Bewegung zB Yoga die Beweglichkeit steigern. Die Gelenke werden wieder „geschmiert“ und aktiviert.

Beim Thema „ganzheitliche Betrachtung“ der Schmerzen wäre es auch wichtig zu sehen auf welchen Meridian der Schmerz liegt! Und dann entsprechend auch eine Therapie auszurichten. Welches Organ ist es, welches auf dem entsprechenden Meridian liegt? Was hat dieses Organ für einen seelischen Aspekt? Das sind auch wichtige Fragen.

Fazit:

Es ist einfach wichtig nicht dem Schmerz aus dem Weg zu gehen und ihn zu unterdrücken, sondern genauer hinzusehen, woher er kommt, seit wann genau er da ist und ob es evtl im Zusammenhang mit speziellen Ereignissen stehen könnte, mit denen die Symptomatik vielleicht sogar zeitgleich aufgetreten ist. Und gegebenenfalls auch den Mut zu haben manches im Leben zu verändern. Auch wenn kurzfristig eine Lücke entstehen könnte.

 Empfehlungen ersetzen keine individuelle Betrachtung von Patienten Um die beste präventive Begleitmaßnahme und Behandlung herauszufinden ist es wichtig Patienten persönlich zu betreuen. Um Schmerzen verstehen zu können muss eine individuelle und ausführliche Anamnese her. Ich kombiniere in meiner Praxis die Sicht der alten traditionellen Naturheilkunde und sehe mir das Thema auch aus diesem Blickwinkel an.

Bei Fragen, freue ich mich über ihren Anruf!

Quellen:
Dockchek Flexikon
Elvira Bierbach; Naturheilkunde heute
Der Merkurstab 2011, Die Behandlung von chronischen, nicht tuumorbedingten Schmerzen

(Beitragsbild: Canva Design/Devonyu; Getty Images)

Allgemein, Schmerzen, Traditionelle Naturheilkunde/4Säftelehre/Konstitutionsmedizin

Das Lymphsystem und die Bedeutung für unser Wohlbefinden

Das Lymphatische System wird sehr häufig verkannt in seiner Rolle und in seiner Wichtigkeit für einen reibungslosen Ablauf vieler Prozesse und dem allgemeinen Fluss in unserem Körper.So möchte ich hier einen Einblick geben; vielleicht erkennt ja der eine oder andere Betroffene auch seine Problematik.

Was ist das Lymphsystem?

Das lymphatische System besteht aus:

Lymphbahnen
-Lymphatischen Organen: 

Primäre lymphatische Organen: Thymus, Knochenmark (der Thymus ist bei den Erwachsenen recht zurückgebildet; hat aber dennoch eine Rolle bei der Immunabwehr. Die Yogis zB beklopfen gerne die Brust; an der Stelle an dem der Thymus lokalisiert ist,weil sie wissen dass das die Abwehr stärkt und die Trauer vertreibt. Zur Info: der Thymus sitzt unmittelbar über dem Herzbeutel)

Sekundäre lymphatische Organen: Milz,Lymphknoten und die Lymphsysteme an Darm, Bronchien und Mund-Rachenraum.

Die Lymphknoten sind die „Ladestationen“ der Lymphbahnen.



Dort werden nicht nur die Stoffe abgeladen, sondern es werden auch die Eiweiße gewaschen. Die Lymphbahnen sind quasi die Autobahnen des Körpers und die Knoten die „Tankstellen“. Steckt der Verkehr im Stau, verzögert sich eben alles oder stagniert.

Welche Aufgaben hat das lymphatische System?

Nahrungsfette transportieren.

Drainage von Flüssigkeit in den Zellzwischenräumen und Abtransport von darin vorhandenen Abfallprodukten wie zB Zelltrümmer, Stoffwechselprodukte,, Hormone, Mediatoren (Schmerz – und Endzündungsmediatoren),Medikamente, Eiweiße, Erreger und auch Wasser.

Diese Flüssigkeit bezeichnen wir als Lymphe.

heres zur Lymphe:

Die Lymphe ist klar; ausgenommen die Lymphe aus dem Bauchraum. Diese ist milchig und heisst deshalb auch Chylus (von engl. chyle) denn er enthält die Nahrungsfette die aus den unpaarigen Bauchorganen aufgenommen werden.

Die Fette werden aus dem Dünndarm aufgenommen , mit der Galle emulgiert und über die Dünndarmzotten resorbiert. 

Unter anderem transportiert die Lymphe das Abgefilterte, welches nicht mehr in die Blutgefäße aufgenommen werden kann.

Wie verläuft das Lymphsystem?

(Bild: Canva Design/Somkiat Fakmee; Getty Images)

Die Lymphgefäße  fangen überall am Körper blind an. Sie verlaufen parallel zum venösen System und auch die Gefäße ähneln den Venen sehr; auch Lymphgefäße besitzen Klappen und die Effektivität des Transportes wird von ähnlichen Faktoren gesteuert.

Was sind häufige Beschwerden, wenn der Lymphfluß gestört ist?

Die Lymphe ist auch so eine Art Müllabfuhr des Körpers. Ist die Müllabfuhr nicht gewährleistet, verschlackt das Bindegewebe.

Primär entsteht eine Reaktionsstarre, weil die ganze Lymphlast sich im Interstitium einlagert. Die Abwehr kann schwächer werden. Chronische Verschleimungen, Sinusitiden, falls es den Kopf-Nacken-Bereich betrifft, höhere Infektanfälligkeit und Neigung zu Hals-Nasen-Ohren-Infekten. Ebenso  Schmerzen, Versteifungen

Vor allem bei Lymphatikern (Menschen deren Iris (Augenfarbe) blau bis evtl grün, je nachdem ob andere Pigmentfarben mitspielen oder nicht.) sollte man einfach regelmässig das Lymphsystem pflegen, da sie von Geburt an dazu Neigen im Lymphsystem Störungen zu entfalten.

Frauen die zähe Bauchlymphe haben, spüren einedeutliche Erleichterung auch bei ihrer Menstruation, wenn sie erfolgreich behandelt werden. Oder auch eine evtl vorhandene Darmträgheit kommt wieder in den Schwung.

Man kann auf der Abbildung sehen wo und wie das Lymphsystem lokalisiert ist   und wo man überall Beschwerden bekommen kann wenn der Abfluss stockt.

Lymphödeme:

(Bild:Canva Design/Microgen; Getty Images)

Ödeme können unterschiedlich sein. Nicht jedes Ödem ist ein Lymphödem!

Eiweißarme Ödeme:  haben meist mit Herz/Niere/Leber zu tun oder haben endokrine Ursachen; evtl medikamentös (zu viel kaliumsparende Diuretika), oder auch Lipödeme in der Anfangsphase ( Lipödem ist eine ungleichmässige Verteilung von Fettgewebe; häufig genetisch bedingt) . Diese Ödeme entstehen eher wenn zu viel Flüssigkeit gebildet und abfiltiert wird als das Lymphsystem transportieren kann.

Entsprechende Organinsuffizienzen sind vorerst dringend ärztlich abzuklären!

Eiweißreiche Ödeme: kann nach einer Verletzung (postraumatisch) sein oder bedingt durch eine Endzündung, Toxine, allergische Reaktionen; hier kann sich die Permeabilität der Gefäße verändern und sie werden durchlässiger.. Oder Lipödeme in der 2., 3. Phase.;  starke Adipositas kann es auch begünstigen.  

Anders als bei der eiweißarmen Ödem-Problematik sind hier Diuretika fehl am Platz, da durch die Harn-Anregung das Wasser ausgeschieden wird, aber die Eiweiße nach wie vor bleiben und sich die Problematik eher verschlimmert, da diese mehr Wasser anziehen. Hier ist das Problem dass die Lymphlast nicht ausreichend abtransportiert werden kann.

Bei chronischen Problematiken bitte auch daran denken , bei Tumorverdacht (Extreme Gewichtsabnahme in kurzer Zeit, Schlappheit, Nachtschweiß) ärztlich abzuklären!

Wie kann ich  Störungen im Lymphsystem beheben?

-►Pflanzlich, spagyrisch, homöopathisch

 -►Phytotherapie

-►Bitterstoffe

-►Ernährung: Keine verschleimenden Nahrungsmittel wie Milch, Weichkäsesorten.

 -►Manuelle, invasive Verfahren: 

-►Bewegung, sportliche Betätigungen, Atemtherapien und Übungen (erhöhen die Pulsation und die Muskelkraft und somit die Pumpenkraft der Gefäße)

Behandlungsmöglichkeiten

-►Durch ausleitende Verfahren wie zB Schröpfen (insbesondere Schröpfmassagen) ,baunscheidtieren, neuraltherapeutisch

-►Lymphmittel sind besonders sinnvoll bei Erkrankungen wie zB das Pfeiffersche Drüsenfieber, da es auch häufig schwer diagnostiziert wird und Betroffene sehr sehr lange brauchen um wieder auf die Beine zu kommen! Ein Muss bei der unterstützenden Behandlung.

Sonstige Beschwerden bei denen eine Behandlung des Lymphsystems Sinn macht:

-►Narben

-►Cellulite

-►Schmerztherapie; Schulter-Arm-Syndrome, Sehnenscheidenendzündungen, Karpaltunnelsyndrom, Kopfschmerzen und Verletzungen, Verrenkungen, Prellungen, Quetschungen.

-►Venenbeschwerden jeglicher Art bishin zu Hämorrhoidalleiden oder auch beim offenen Bein.

-►Allergien


-► Endzündungen (sehr oft auch in Form von Fibromyalgien und damit verbundenen unerklärlichen chronischen Schmerzen),

-► Infekte


Bei vielen chronischen Leiden; vor allem des Bewegungsapparates und chronischen Schmerzen ist mein Augenmerk auf dem Lymphsystem.

Erkennen Sie einige Symptome auch bei sich selbst?
Sprechen Sie mich gerne an!

Quellen:
Naturheilpraxis heute, Elvira Bierbach 
-Friedemann Garvelmann „Humoralmedizinische Praxis“ Band 1+2
-Doccheck Flexikon