
Warum Erschöpfung?
Es gibt einen Moment, der meinen ganzen beruflichen Weg geprägt hat. Ich saß, vor langer Zeit, selbst erschöpft und auf der Suche nach Antworten, bei meinem damaligen Hausarzt. Er war konventionellmedizinisch orientiert, nichts Ungewöhnliches also. Und doch passierte etwas, das ich nie vergessen habe: Er hörte mir wirklich zu. Er nahm sich Zeit, war aufmerksam, einfühlsam. Und allein dieses Gehört- und Wahrgenommen-Werden linderte meine Beschwerden spürbar, noch bevor überhaupt eine Behandlung begonnen hatte.
In diesem Moment wurde mir klar, wonach ich eigentlich gesucht hatte: nicht in erster Linie ein Rezept, sondern ernst genommen zu werden. Verstanden zu werden. Als ganzer Mensch gesehen zu werden, nicht nur als eine Ansammlung von Symptomen.
Dieses Gefühl wollte ich weitergeben. Es wurde zum Fundament meiner eigenen Praxis.
Die zweite Wendung kam viel später, mit Ende 40, als ich erfuhr, dass ich neurodivergent bin. Mein Gehirn funktionierte offensichtlich einfach anders, und deshalb war ich im Alltag ständig überfordert, ohne dass ich es wusste. Plötzlich ergab meine eigene jahrelange Erschöpfung einen Sinn. Ich verstand am eigenen Leib, wie lange der Weg bis zu einer echten Erklärung sein kann, wie oft man in dieser Zeit übersehen, verkannt oder von einer Stelle zur nächsten geschickt wird. Genau diese Erfahrung ist es, die ich meinen Patientinnen heute ersparen möchte.
Aus diesen beiden Erfahrungen sind die drei Grundpfeiler meiner Arbeit entstanden:
- Aufmerksames Zuhören – Sie stehen mit Ihrer Geschichte im Mittelpunkt.
- Ganzheitliches Wahrnehmen – Ich sehe nicht nur Symptome, sondern den ganzen Menschen.
- Fundierte Untersuchung – Durch meine Erfahrung als Apothekerin und Heilpraktikerin kombiniere ich bewährte Methoden mit naturheilkundlichem Wissen.
Wie ich dorthin kam
Geboren und aufgewachsen in München, bin ich tief mit Bayern verwurzelt. Dass ich Menschen helfen wollte, war für mich schon während meines Pharmaziestudiums an der LMU München klar. Doch in den Jahren, in denen ich Vollzeit in einer öffentlichen Apotheke arbeitete, wuchs eine andere Erkenntnis:
Ich wollte die wahren Ursachen von Krankheiten verstehen, und genau das führte mich, nebenberuflich, zur Heilpraktiker-Ausbildung am Zentrum für Naturheilkunde (ZfN) in München.
Nach der erfolgreichen Prüfung durfte ich bei meiner geschätzten Kollegin Marlene Meily-Stein in Eching/Niederbayern hospitieren, eine unglaublich lehrreiche Zeit. Durch ihre Offenheit und die Toleranz ihrer Patienten konnte ich wertvolle praktische Erfahrungen sammeln und sogar aktiv mitarbeiten. Dafür bin ich ihr bis heute sehr dankbar.
Zahlreiche Fortbildungen, Investitionen und intensive Jahre der Persönlichkeitsentwicklung folgten, während ich meine Praxis Schritt für Schritt aufbaute. Besonders die Weiterbildungen in Traditioneller Europäischer Medizin (TEM) erweiterten meinen naturheilkundlichen Horizont, eine Heilkunde, die das Wissen Europas mit Erkenntnissen anderer Kulturen verbindet und mir sehr entspricht.
Was die Komplementärmedizin bei Erschöpfung gut ergänzen kann
In unserer hektischen Gesellschaft bleibt oft wenig Zeit für die eigentlichen Bedürfnisse von Patientinnen. Chronisch Erkrankte geraten ins Hintertreffen, und das Prinzip „krank weiterarbeiten“ ist noch immer weit verbreitet. Gerade das Thema chronische Erschöpfung hat eine lange Anlaufphase, in der Betroffene oft gar nicht wissen, was mit ihnen los ist, und häufig verkannt, nicht ernst genommen und von einer Stelle zur nächsten geschickt werden.
Das kenne ich aus eigener Erfahrung. Und genau deshalb ist es mir wichtig, diesen Weg heute anders zu begleiten.

Lassen Sie uns gemeinsam Ihren Weg zur Gesundheit gehen!

