Chronischer Stress

Mitochondrien-Die Kraftwerke unseres Körpers

In jeder Zelle unseres Körpers haben wir wahrhaftige Kraftwerke. Diese nennen sich Mitochondrien (Im Bild sieht man rote Strukturen. Das sind Mitochondrien) .Über den Ursprung der Mitochondrien gibt es ja sehr unterschiedliche Thesen. Eine These, die sich gut hält ist, dass sie ursprünglich aus alten, spezialisierten Bakterien stammen. Mitochondrien haben unter anderem die Aufgaben, energiereiche Moleküle zu bilden, die dann z. B. dem Stoffwechsel zur Gewinnung von Wärme zur Verfügung stehen.
In Zellen mit hohem Energieumsatz gibt es viel mehr Mitochondrien als in anderen Zellen. Zum Beispiel die Leberzellen, Herzmuskelzellen, Eierstöcke, Nervenzellen. Im Schnitt hat jede Zelle ca 1500 Mitochondrien. In den genannten besonderen Organen kann die Anzahl bis zu 8000 steigen!
Mitochondrien benötigen für ihre tägliche Arbeit sehr viele spezielle Bausteine. und Cofaktoren wie z.B Aminosäuren, Selen, Zink Eisen uvm. Diese fehlen uns ja heutzutage schon wegen der mangelnden Qualität der Nahrungsmittel.

(Bild:Canva Design/Eucaryotic cell with mitochondries)

Wenn die Mitochondrien nicht mehr gut funktionieren

…dann haben wir wirklich ein Problem!

Chronische Erschöpfung, Müdigkeit, sinkende Leistungsfähigkeit sind Hauptsymptome. Der Menschliche Körper kann es eine Weile gut kompensieren. Wie man weiß , kann er echt viel stemmen. Kommt aber noch Stress hinzu (psychischer oder auch oxidativer, nitrosativer Stress) kann es ab einem gewissen Level zu starken Einschränkungen kommen.

Vielleicht erkennen Sie sich in einigen der Punkte wieder:

  • Psychische Probleme wie Depressionen, Burnout, Panikattacken
  • Neurologische Störungen wie Parkinson, Alzheimer, Polyneuropathien uvm
  • Beschwerden wie zB Rheuma, Fibromyalgien, Arthrose/Arthritis
  • Immunsystem-Störungen wie zB Allergien, Neurodermitis; Infektionen mit Viren, Pilzen ; Darmflorastörungen mit Histaminosen
  • Hormonelle Beschwerden wie zB bei der Endometriose, Myome, PCO Syndrom und Hashimoto Thyreoiditis.

Was Sie auf alle Fälle selbst tun können:

  • Gesunde, ausgewogene Ernährung mit guten Nahrungsmitteln.
  • Geräuchertes, nitratreiche Lebensmittel vermeiden.
  • Den Konsum von einfachen Kohlehydraten reduzieren.
  • Falls Sie gewisse Medikamente nehmen müssen wie zB Statine, Betablocker, Nitrate, Blutdrucksenker, dann nehmen Sie auf jeden Fall Coenzym Q 10 und die wichtigen Cofaktoren für die Mitochondrien ein!

Was wir in der Praxis tun können:

Akute Nährstoffmängel können ganz gut ergänzt werden mit Infusionen, Injektionen.
(Mängel können ganz gut über das Blut bestimmt werden.) Somit kann man ganz gut Aufbau betreiben.
Ich ergänze das Ganze gerne mit der Traditionellen Heilkunde und der Konstitutionsmedizin. Somit können wir von mehreren Ebenen aus arbeiten.

Bei Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung!

Allgemein

„Viel trinken!“ Immer nur gut?

Jetzt steigen gerade wieder die Temperaturen und das Motto lautet wie immer:

„Viel trinken!“

Doch ist das immer uneingeschränkt gut? Das wollen wir jetzt einwenig hinterfragen.
Der Körper hat ganz gute ausgetüftelte Mechanismen, was den Flüssigkeitshaushalt anbelangt. Er schafft es, Stoffwechselprozesse so zu regulieren, sodass die Körpertemperatur unabhängig von der Aussentemperatur wird. Die Hautdurchblutung wird verstärkt und die Schweißsekretion steigt, damit übermäßige Wärme abgestrahlt werden kann. Säuglinge, Kleinkinder und ältere Menschen jedoch haben es schwerer.

Was passiert bei einem Hitzschlag?

Zunächst steigt die Körpertemperatur auf über 40 Grad an. Krämpfe, ausbleibende Schweißabsonderung wegen dem Flüssigkeitsmangel, Müdigkeit, Schlafbedürfnis und Bewusstseinstrübung sind die Folgen. Sehr oft infolge von Überanstrengungen in feuchten und hitzigen Räumen. Besonders alte Menschen sind gefährdet.
Wir haben ein sehr wichtiges Hormon, welches den Wasser-und Mineralienhaushalt mitsteuert. Nämlich das Vasopressin. Wenn wir Flüssigkeit verlieren aber keine körperlich harte Arbeit oder Extremsport betreiben, sollten wir übertriebene Flüssigkeitsmengen vermeiden. Zusätzlich zu einer Trinkmenge von 1,5-2 Litern können noch ein halbes Liter Mineralwasser, Fruchtschorlen, aber auch alkoholfreies Bier getrunken werden. Also eher Flüssigkeiten, die Mineralien enthalten. Denn sonst hemmen wir das Vasopressin und es werden Mineralien ausgeschwemmt. Auch Cola ist ein Mythos! Der Phosphatgehalt ist nicht so förderlich für die Nierenfunktion. Somit sollten wir also mit dem Thema Flüssigkeitszufuhr auch achtsam umgehen, denn es ist nicht immer zutreffend dass man die Nieren damit spült und sich was gutes tut, je mehr man trinkt.

(Quelle: Praxis Magazin/11/2021)

Bilder: Canva Design