Hämopyrrollactamurie-schwere Diagnose und komplexes Leiden

Sind Sie grundlos erschöpft, depressiv aus heiterem Himmel und es tauchen plötzlich Panikattacken   auf? Es könnte sich um ein chronisches Defizit gewisser Mineralstoffe , Spurenelemente und Vitamine handeln. Eine Entgiftungsstörung Namens HPU; ausgeschrieben als Hämopyrrollactamurie.
HPU ist eine Thematik die mir sehr fern war. Ich hüte mich vor Themengebieten bei denen ich das Gefühl habe dass ein Hype dahintersteckt, nehme mir  Zeit und setze mich damit auseinander bevor ich es benenne. Aber es begegnete mir in der Fachliteratur immer häufiger und schließlich auch in der Praxis. Doch was ist eine HPU? Was steckt dahinter? Gibt es dieses Problem wirklich oder ist es eher als eine Modeerkrankung einzustufen?
Die HPU  ist eine Stoffwechselstörung für die es keine wissenschaftlichen Belege zu geben scheint. Der Hauptmechanismus dieser Störung liegt in einem Defizit in der Hämsynthese. Das Häm ist ein wichtiger Baustein der roten Blutkörperchen. Bei Patienten die von einer HPU betroffen sind, wird neben dem korrekt gebildeten Häm sehr viel  von einem falsch gefalteten Häm Protein gebildet. Da die körperlichen Enzymsysteme korrekt funktionierende Schlüssel Schloß Prinzipien darstellen wird dieses falsch gebildete Häm von den körpereigenen Enzymen nicht als solches erkannt. Es kann nicht effektiv ausgeschieden werden . Entweder versucht der Körper dieses falsch gefaltete Häm Protein irgendwie auszuscheiden und hängt alle möglichen wichtigen Mineralien und Vitamine dran um es ausscheidungsfähiger zu machen. Irgendwann sind diese Systeme überfordert und ein großer Teil verbleibt im Körper. Es geht um Mineralien und Spurenelemente wie Zink, Mangan und wichtige Vitamine wie das Vitamin B6. Zink und Mangan sind wichtige Cofaktoren für viele Enzyme und Enzymsysteme, Entgiftungsmechanismen und Energiehaushalt. Es kommt hier noch hinzu dass Vitamin B6 ein sehr wichtiges Vitamin ist für die Synthese gewisser Neurotransmitter wie zum Beispiel das Serotonin . Desweiteren kann der chronische Mangel dieser wertvollen Mineralstoffe und Vitamine wie ein Dominoeffekt vielerlei andere Krankheitsbilder mit beeinflussen.

  • Schilddrüsenfunktionsstörungen
  • Endzündungen im Magen-Darm-Trakt
  • HIT (Histaminintoleranzen)
  • Hormonelle Dysbalancen und damit verbundene Problematiken wie Zyklusanomalien, Unfruchtbarkeit.
  • Depressionen, da die Synthese von wichtigen Neurotransmittern nicht effektiv stattfinden kann. Panikattacken (macht gerne auch die Histaminintoleranz; das kann durch  die plötzliche Gefäßerweiterung entstehen; Symptome wie Herzrasen, Atemnot sind die Folge)
  • Autismus, Schizophrenie
  • ADS/ADHS
  • Mitochondriopathie und damit verbundene fehlende Energie und Leitungsfähigkeit
  • Nebennierenerschöpfung

Es fehlen jedenfalls auch wichtige Aminosäuren wie zum Beispiel Glutathion. Vor allem für die Entgiftungsmechanismen. Kommt noch hinzu dass die Überladung des Körpers mit diesem falschen Abbauprodukt auch evtl. Milz und Leber überlastet; dies kann sich durch Oberbauchbeschwerden zeigen.Über die Ursachen scheiden sich die Geister! Genetische Vererbung kann eine Ursache sein. Das lässt sich dann gerne triggern durch besondere Lebensumstände wie Stress, Druck oder besondere Lebensphasen wie der Eintritt der Menopause. Offensichtlich trifft die Problematik viel öfter Frauen als Männer!Hier gilt es auf jedenfall eine sorgfältige Labordiagnostik durchzuführen und zu ergänzen was fehlt. Über einen 24-Stunden-Urintest können die Hämopyrrollactame nachgewiesen werden.  Primär wichtig ist es allerdings die Hämopyrrollactame , die im Körper sich ansammeln und nicht ausgeschieden werden können zu binden und aus dem Körper zu schaffen. Danach können die fehlenden Stoffe – auch die Aminosäuren- ergänzt werden. Der Darm ist hier natürlich auch im Fokus; hier ist ein Aufbau sehr wichtig. Man muss hier ineinander übergreifend handeln und auch individuell schauen was nun der nächste Schritt ist. Vermutlich ist hier eine lebenslange Ergänzung der fehlenden Stoffe notwendig. Regelmässige Kontrollen wären in diesem Falle auch sehr angebracht, denn immer wieder kommt es vor dass die Symptomatik wiederkehrt. Jedoch ist die Lösung der Sache- wenn das Ganze mal im Griff ist- einfach: Eine gute Lebensführungsordnung und die Ergänzung der fehlenden Mineralstoffe, Vitamine und Aminosäuren.Jedenfalls ist eine Psychosomatisierung  solcherlei Symptomenkomplexe der falsche Weg und führt nur dazu dass das Vertrauen des Patienten schwindet.
Es ist eine komplexe Thematik und es gehört ernstgenommen, da es sich um einen massiven Lebensqualitätverlust handelt.

Quellen:https://www.kpu-berlin.de/https://www.arznei-telegramm.de/html/sonder/1210087_01.htmlhttps://flexikon.doccheck.com/de/H%C3%A4moglobinsynthese

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